Zugunglück in der Schweiz: Regionalbahn nach Lawinenabgang entgleist
In der Schweiz entgleiste am Montagvormittag ein Zug, Grund dafür dürfte eine Lawine gewesen sein. Fünf Passagiere wurden bei dem Unglück verletzt.
Bern – Im Schweizer Kanton Wallis ist Montagfrüh ein Zug entgleist. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen hatte vermutlich kurz vor dem Eintreffen der Regionalbahn eine Lawine die Gleise im Gebiet von Goppenstein verschüttet. Der Zug, der laut APA gerade aus einem überdachten Streckenabschnitt fuhr, konnte nicht mehr bremsen und entgleiste.
Dabei seien fünf Personen verletzt worden. Vier davon wurden direkt vor Ort versorgt, eine Person musste in eine Klinik transportiert werden. Bei dem am frühen Nachmittag abgeschlossenen Einsatz wurden insgesamt rund 30 Personen aus dem Zug gebracht.
An der Stelle sei viel Schnee gelegen, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatte das Unternehmen Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS), das die betroffene Verbindung betreibt, berichtet, dass die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen sei.
Häuser wegen Lawinengefahr geräumt
Rund 60 Kilometer südwestlich von Goppenheim in der Gemeinde Orsières wurden unterdessen rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner wegen Lawinengefahr vorsorglich aus einer Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Die Behörden verwiesen auf Unwetter mit starken Winden sowie zu erwartenden Niederschlägen. Die Leute dürfen frühestens Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren.
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte vor großer Lawinengefahr in weiten Teilen der Schweizer Alpen. Als Grund wurden große Mengen an Neuschnee sowie der vom Wind verfrachtete Triebschnee genannt. Lawinen könnten spontan abgehen, also auch ohne menschliche Einwirkung, hieß es. (APA, TT.com)