Snowboarder in St. Anton von Lawine erfasst: 29-Jähriger 200 Meter mitgerissen
St. Anton am Arlberg – Drei Freerider hatten am Montag bei einem Lawinenabgang in St. Anton Glück im Unglück. Die Snowboarder im Alter von 27, 28 und 29 Jahren fuhren im Skigebiet gemeinsam diverse Variantenabfahrten. Gegen 13.20 Uhr fuhren sie vom „Kappal“ aus Richtung „Schöngraben“ entlang bereits vorhandener Spuren, versuchten dann aber wieder in den gesicherten Skiraum zu gelangen. Wegen des hüfthohen Tiefschnees schnallte der 29-Jährige sein Brett ab und stapfte durch den Schnee, um so den Hang zu queren. Der 27-Jährige querte ebenfalls den Hang, als sich oberhalb der drei ein Schneebrett löste.
Der 29-Jährige wurde von den Schneemassen erfasst und ca. 200 Meter mitgerissen. Dank eines Lawinen-Airbags kam er auf der Schneeoberfläche zu liegen. Der 27-Jährige wurde ebenfalls von der Lawine erfasst und ca. fünf Meter weit mitgerissen. Er blieb unverletzt und konnte selbstständig zurück in Richtung gesichertes Skigebiet fahren. Der 28-Jährige wurde nicht von den Schneemassen erfasst.
29-Jähriger blieb unverletzt
Der alarmierte Notarzthubschrauber „Gallus 3“ barg den 29-Jährigen ebenfalls unverletzt mittels Tau und brachte ihn zurück ins Tal. Um weitere Verschüttete auszuschließen, wurde der Lawinenkegel wegen der großen Lawinengefahr von einem am Tau hängenden Flugretter mittels LVS-Gerät abgesucht. Dabei wurden mehrere Lawinenanrisse im gesamten Bereich gesichtet.
Der Sucheinsatz gestaltete sich schwierig und musste schließlich aufgrund der Wetterverschlechterung unterbrochen werden. Da es keine Hinweise auf weitere beteiligte Personen gab, wurde der Einsatz um 15.30 Uhr beendet.
Im Einsatz standen neben dem Hubschrauber-Team auch die Bergrettung St. Anton sowie die Alpinpolizei. (TT.com)