Beim Füttern entwischt: Weißer Falke muss dringend zurück nach Hause
In Lienz entkam ein seltener weißer Gerfalke durch Zufall aus seiner Volière. Ihm droht Gefahr durch Habichte, Krähen und dem Straßenverkehr. Züchter Michael Eder hofft auf Hinweise. Auffällig ist der Vogel durch seine Farbe und seine Größe.
Lienz – Er ist schneeweiß mit ein paar schwarzen Punkten auf den Flügeln, erreicht eine Fluggeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern und sitzt gern in Nadelbäumen: So beschreibt der Lienzer Michael Eder seinen Falken, den er dringend wiederfinden muss. Entflogen ist das Tier, als Eder das Wasser in der Volière wechselte und die Türe nicht schnell genug schloss. Seither hält sich der Falke laut Zeugen in der Umgebung von Lienz auf, wurde aber auch schon in Matrei gesichtet.
Das Problem: Der Falke ist seit sechs Tagen in Freiheit und bekommt langsam Hunger. Auf der Suche nach Futter drohen ihm gleich mehrere Gefahren, schildert der Züchter. „Falls er auf eine Krähe losgeht, könnten der Krähenschwarm den Spieß umdrehen und sich auf meinen Falken stürzen. Oder ein überfahrenes Tier lockt ihn auf die Fahrbahn, dann könnte ihn der Verkehr töten. Oder er fliegt in die Stromleitung.“ Auch Habichte und Uhus bedrohen den schneeweißen Falken.
Deshalb bittet Eder um Mithilfe der Bevölkerung. „Am besten wäre es, wenn man den Falken mit dem Handy fotografiert. Man kann nah herangehen, er ist nicht scheu. Als nächstes sollte man das Foto so schnell wie möglich an mich schicken. Dann habe ich die Chance, meinen Vogel an diesem Ort zu finden und ihn mit Hilfe eines Federspiels anzulocken.“ Kontakt: Michael Eder, 0664 100 8179.