Kein Statement zu Volksbefragung

Bundespräsident Van der Bellen spricht sich für eine Verlängerung des Wehrdiensts aus

Bundespräsident Van der Bellen sprach sich in einem schriftlichen Statement für die Verlängerung der Wehrpflicht aus.
© GEORG HOCHMUTH

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich für eine Verlängerung des Wehrdienstes ausgesprochen. Während er sich nicht zur von Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagenen Volksbefragung äußerte, betonte er die Bedeutung verpflichtender Milizübungen.

Wien – Bundespräsident Alexander Van der Bellen spricht sich für eine Wehrdienstverlängerung aus. Van der Bellen, der in seiner Funktion auch Oberbefehlshaber des Bundesheeres ist, äußerte sich am Mittwoch in einem kurzen schriftlichen Statement erstmals zu der Wehrdienstdebatte. Keine Stellung bezog das Staatsoberhaupt zu einer möglichen Volksbefragung.

„Angesichts der geopolitischen Lage und zur Verbesserung der Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten unterstütze ich als Oberbefehlshaber den Vorschlag der Kommission, durch eine Wehrdienstverlängerung eine bessere Ausbildung des Bundesheeres sicherzustellen“, heißt es in dem Schreiben. „Aufbauend auf den Vorschlägen der Kommission ist die Wiedereinführung der Milizübungen wichtig.“ Die Wehrdienstkommission hatte im Jänner eine Verlängerung des Wehrdienstes sowie verpflichtende Milizübungen empfohlen.

Volksbefragung als heißes Eisen

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) überraschte dann wenig später sowohl die Kommissionsmitglieder als auch seine Koalitionspartner SPÖ und NEOS mit der Ankündigung, eine Volksbefragung über eine mögliche Wehrdienstverlängerung abhalten zu wollen.

Vertreter der Regierungsfraktionen hatten einander am gestrigen Dienstag im Parlament getroffen, um über die künftige Ausgestaltung der Wehrpflicht zu diskutieren. Das Gespräch sei „gut und konstruktiv“ verlaufen, hieß es einhellig im Anschluss. Unter anderem habe man sich auf den Fahrplan für weitere Gespräche verständigt. Unerwähnt blieb auch hier die von Stocker geforderte Volksbefragung. (APA)

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