Zwei Tirolerinnen dabei

Wer singt für Österreich beim ESC? Am Freitag entscheidet es sich zwischen diesen 12 Acts

Einer der 12 Acts wird Österreich beim 70. Eurovision Songcontest in Wien vertreten.
© Klaus Titzer

Beim ersten nationalen Vorentscheid seit 2016 kann das Publikum am Freitag mitbestimmen, wer beim ESC für Österreich ins Rennen geht. Moderiert wird die Live-Show vom Moderations-Duo Alice Tumbler und Cesár Sampson.

Wien – Laut ORF gab es über 500 Bewerbungen von Pop bis Ballade aus ganz Österreich. Freitagabend stehen davon aber nur zwölf auf der Bühne. Aus ihnen können die Zuseher:innen dann wählen, wer Österreich beim 70. Eurovision Song Contest vertritt. Unter ihnen sind auch zwei Tirolerinnen.

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Vorentscheid am 20. Februar

Singt eine Tirolerin beim ESC? Diese beiden „Power-Songs“ lassen zurecht hoffen

Lena Schaur (23) aus Tirol

Die 23-jährige Lena Schaur aus Thaur tritt mit ihrem Pop-Song „Painted Reality“ an. Das Lied handelt vom Streben nach Perfektionismus und davon, sich für andere zu verstellen. Über den Song Contest sagt sie: „Ich sehe es auch nicht als Competition, ich will auf dieser Bühne stehen und den Zusammenhalt und die Vielseitigkeit feiern.“

Schaur begann im Alter von sechs Jahren Gitarre zu lernen. In der Zeit der Pandemie hat sie angefangen, Videos auf Social Media zu posten. Seit 2023 verdient sie ihr Geld hauptberuflich als Musikerin bei Cover-Auftritten in Hotels oder bei Hochzeiten.

Bei Lena Schaurs Musik darf die E-Gitarre nicht fehlen.
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Kayla Krystin (31) aus Tirol

Kayla Krystin tritt mit ihrem ersten Mundart-Lied „I brenn“ an. Darin geht es um Selbstzweifel und innere Stärke. „Ich singe im Dialekt, weil ich die Menschen berühren und erreichen will“, sagt die 31-Jährige.

Bereits als Kind hat sie gerne gesungen und nahm auch an Sing-Wettbewerben teil. Dann sang die Mötzer Sängerin vor allem Country-Pop-Lieder. Damit war sie schon in den USA und Australien erfolgreich und konnte auch beim Stanglwirt, am Oktoberfest und am Donauinselfest auftreten.

Kayla Krystin singt im Dialekt.
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Sidrit Vokshi aus Wien

Der 36-jährige Sidrit Vokshi wird die Pop-Ballade „Wenn ich rauche“ zum Besten geben. Darin geht es um einen Mann, der von Bar zu Bar zieht, um sich abzulenken. Wenn er raucht, „reißen alle Nähte wieder auf“. Er wurde in Tirana geboren und wuchs in Wien auf. Der Sänger teilt auf Social Media Videos zu seinem absoluten Gehör. Nur rund 0,1 Prozent der Menschen haben ein absolutes Gehör und damit die Fähigkeit, die Höhe eines beliebigen Tons exakt zu bestimmen.

Sidrit Vokshi rückte für Tamara Flores nach. Die Sängerin hat laut ORF ihre Teilnahme aus persönlichen Gründen zurückgezogen.

Sidrit Vokshi hat, wie auch Mozart, ein absolutes Gehör.
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Philip Piller aus Wien

Philip Piller will das Publikum mit dem Pop-Song „Das Leben ist Kunst“ überzeugen. In dem Lied geht es darum, „beides in sich zu tragen – das Leid und das Schöne. Und darum, wie wichtig das ist, um daran zu wachsen.“ Mit dem ESC hat er sich auch schon auf statistische Art befasst. „Nicht-englische Songs schnitten in den letzten sechs Jahren sogar besser ab als englische“, sagt er in einem Interview mit der Krone. Deshalb wählte er ein deutschsprachiges Lied. Piller hat bereits Erfahrung auf großen TV-Bühnen: Er war schon bei „The Voice of Germany“, „Die große Chance“ und anderen Casting-Shows.

Philip Piller tritt mit „Das Leben ist Kunst“ an.
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„Reverend Stomp“ aus Wien

Die Wiener Band „Reverend Stomp“ geht mit dem Pop-Song „Mescalero Ranger“ ins Rennen. „Es geht darum, sich bei einem Persönlichkeitswandel mit Dingen abzufinden, die ich von früher in mir habe, und bereit dafür zu sein, einen neuen Weg zu gehen.“ Das ursprünglich aus Bayern stammende Quartett sticht hervor mit ihrem Garage-Rock-Sound, der an die 60er Jahre erinnert. Erst kürzlich haben sie ihr neues Album veröffentlicht.

Die Band „Reverend Stomp“ will mit Garage-Rock überzeugen.
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Nikotin aus Wien

Das Lied „Unsterblich“ von Künstler Nikotin handelt davon, nie sterben zu wollen. „Man könnte sagen, es ist eine moderne Frankenstein-Geschichte oder die Suche des Ewigen“, sagt der Sänger. Mit seinem Song „1010“ war er schon einmal in den Top 10 der österreichischen Charts. Darauf folgten Auftritte beim „Lollapalooza“-Festival und als Vorband von Robbie Williams. Nach dem Tod seines Vaters 2024 musste Nikotin eine musikalische Pause einlegen. Nun ist er mit vollem Elan zurück.

Nikotin ist schon als Vorband für Robbie Williams aufgetreten.
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Julia Steen aus Kärnten

Julia Steen tritt mit ihrem gleichnamigen Song „Julia“ zum Vorentscheid an. „Mein Song ist eine Hommage daran, im Leben Empowerment und Stärke zu zeigen“, sagte sie. Bekannt ist die 24-Jährige durch ihre Teilnahmen bei „The Voice Kids“ und „Starmania 21“. Bei Letzterem schaffte sie es bis ins Finale. Sie erzählte im Interview mit meinbezirk, sie wolle wichtige Themen mit ihrer Musik ansprechen, auch mit tiefgründigen Texten.

Julia Steen war schon im Finale von „Starmania 21“.
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David Kurt aus Wien

„Pockets Full of Snow“ heißt das Lied mit dem der 23-jährige David Kurt das Publikum überzeugen will. Darin geht es um „das Gefühl, das man hat, wenn man an bedeutende Momente in seinem Leben denkt und merkt, dass man nicht in die Vergangenheit zurückkehren kann.“ Musik habe ihm durch viele schwere Zeiten geholfen, erzählt der Wiener gegenüber der Krone. Ob sich die Ballade gegen die Konkurrenz durchsetzt, wird sich am Freitag zeigen.

Der 23-jährige David Kurt hat in seiner Kindheit vor allem klassische Musik gehört.
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Frevd aus Wien

Frevd (ausgesprochen: Freud) setzen sich in ihrem Song „Riddle“ künstlerisch mit der Gedankenwelt von Sigmund Freud auseinander. „Im Song geht es um einen Menschen, der mit schweren Entscheidungen und Orientierungslosigkeit konfrontiert ist und Hilfe sucht, um aus diesem Labyrinth hinauszufinden.“ Die Band verbindet Heavy Rock auf diese Weise mit Philosophie und Psychologie. Die Persönlichkeiten der Bandmitglieder stehen durch ihre Masken und ihr Auftreten bewusst im Hintergrund.

Die Band Frevd baut mit ihrer Musik eine Brücke zwischen Heavy Rock und Psychologie.
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Cosmó aus dem Burgenland

Der 19-jährige Cosmó erzählt mit dem Song „Tanzschein“ von einem Alltagsproblem und bietet einen kreativen Lösungsansatz: „Ich hatte eine Erfahrung in einem Club, wo ich so excited war, endlich hinzugehen – und auf einmal tanzt keiner“, erklärt er. „Und im Song geht es darum, dass es in Clubs wieder ums Tanzen gehen soll und man nur mit einem ‚Tanzschein‘ reinkommt.“ Bei „The Voice Kids“ schaffte er es 2022 ins Finale.

Cosmó will, dass in Clubs wieder mehr getanzt wird.
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Anna-Sophie aus der Steiermark

Mit dem Lied „Superhuman“ will Anna-Sophie zeigen, wie man Unsicherheit bekämpft. „Der ESC ist eigentlich eine riesige Party, wo es kein Richtig oder Falsch gibt. Egal, wie man sich musikalisch oder kreativ auslebt – es wird gefeiert. Und deswegen finde ich es so cool.“ Die 25-Jährige hat bereits über 20 Millionen Aufrufe auf Streaming-Plattformen und zählt damit zu den bekannteren Gesichtern des Vorentscheids.

Anna-Sophie singt über Unsicherheiten.
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Bamlak Werner aus Kärnten

„In meinem Song geht es darum, dass man mehr ist als nur eine Sache. Er soll den Menschen das Gefühl geben, dass man wirklich sein kann, was man möchte. Das ist total wichtig in unserer Zeit“, sagt Bamlak Werner über ihr Lied „We are not Just One Thing“. Mit dem einzigen zweisprachigen Song im Vorentscheid will sie am Freitagabend das Publikum überzeugen, Österreich beim 70. Eurovision Song Contest vertreten zu dürfen.

Mit „We are not Just One Thing“ will Bamlak Werner Österreich beim ESC vertreten.
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