Lawinenlage in Tirol bleibt kritisch: Große Gefahr auch zu Wochenbeginn
In weiten Teilen des Landes gilt die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Es wird weiterhin zu großer Zurückhaltung im freien Gelände aufgerufen.
Innsbruck – Fünf Menschen sind seit Freitag in Tirol durch Lawinen getötet worden. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Lawinensituation bleibt weiterhin äußerst angespannt: Auch am Montag gilt oberhalb der Waldgrenze in weiten Teilen des Landes Stufe 4 von 5, also große Gefahr. Im östlichen Unterland und im südlichen Osttirol herrscht Warnstufe 3, das bedeutet erhebliche Gefahr.
Das Hauptproblem: Viel Neuschnee und Triebschnee der letzten Tage überlagern eine schwache Altschneedecke, heißt es vom Lawinenwarndienst. WintersportlerInnen können dadurch leicht Lawinen auslösen. Die Gefahrenstellen seien zahlreich, besonders im Bereich der Waldgrenze sowie oberhalb davon. Der Höhepunkt dürfte aber überschritten sein, erklärte Patrick Nairz, Leiter des Lawinenwarndienstes.
„Im gesicherten Gelände bleiben“
ExpertInnen mahnen weiterhin zu großer Zurückhaltung. „Wir rufen die Bevölkerung und unsere Gäste auf, im gesicherten Gelände zu bleiben und Variantenabfahrten, auch unterhalb der Waldgrenze, zu vermeiden. Die gekennzeichneten Pisten sollen nicht verlassen werden“, sagte Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement, am Wochenende. (TT.com)
Trotz eindringlicher Warnung
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