Herausforderung für Einsatzkräfte

200 Lawinenabgänge in neun Tagen in Tirol: 450 Bergretter rückten zu Sucheinsätzen aus

Die Bergretter bei der Suche am Lawinenkegel in St. Anton. Dort starben am Freitag drei Menschen unter den Schneemassen.
© Liebl Daniel

Innsbruck – Die Lawinensituation in den vergangenen Tagen war eine Herausforderung für die Einsatzkräfte. Laut Landesregierung rückten insgesamt 450 Bergretter zu 40 Lawineneinsätzen aus. Nach Angaben der Alpinpolizei wurden seit 13. Februar 200 Lawinenereignisse gemeldet – fünf Menschen starben unter den Schneemassen, 15 Sportler wurden von den Schneemassen erfasst. Insgesamt bearbeiteten die Alpinpolizisten 60 Lawineneinsätze. Ebenfalls gefordert waren sämtliche 245 Lawinenkommissionen, die die Lage laufend beurteilen und Empfehlungen aussprechen mussten.

Auch in den nächsten Tagen bleibt die Situation angespannt. Die Lawinengefahr liegt je nach Gegend bei Stufe drei oder vier. Spontane Abgänge sind jederzeit möglich. Eine Entspannung sei zwar zu erwarten, benötige aber Zeit, da „die Schneedecke nur langsam fester wird“, erklärt Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst. (TT)

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