Bergrettung probt Ernstfall: Intensivtraining für alpine Notfälle
45 Bergretter aus elf Ortsstellen des Bezirks Kitzbühel trainierten kürzlich in Jochberg den alpinen Notfall. Bei der Großübung festigten sie ihre Einsatzbereitschaft für Wärmeerhalt, Reanimation und Lawinenrettung.
Jochberg – An der großangelegten Ausbildung der Bergrettung des Bezirks Kitzbühel nahmen auch zwei Alpinpolizisten teil. Ziel war es, die Einsatzbereitschaft weiter zu festigen. Zudem sollte die Zusammenarbeit über Ortsstellengrenzen hinweg gestärkt werden. Fünf praxisnahe Schwerpunkte standen im Fokus. Eine Station befasste sich mit dem Wärmeerhalt von Notfallpatienten. Das Training beugte der Gefahr der Hypothermie, also Unterkühlung, wirksam vor. Eine weitere widmete sich der Reanimation nach aktuellen notfallmedizinischen Standards.
Umfassende Lawinenübung
Die Lawinenrettung wurde umfassend geübt. Hierzu gehörte die LVS-Suche mit Verschüttetensuchgeräten. Auch die RECCO-Suche trainierten die Teilnehmer. Ergänzend dazu übten sie das systematische Sondieren. Dies ist eine Feinsuchmethode im Lawinenkegel. Besonderes Augenmerk lag auf klar definierten Abläufen im Einsatz. Effiziente Kommunikation und das koordinierte Zusammenspiel waren entscheidend. Gerade bei alpinen Notfällen sind standardisierte Vorgehensweisen unerlässlich. Auch technische Routine und eingespielte Teams garantieren raschen Erfolg.
Regelmäßige Schulungen und Bezirksübungen sichern die Qualität der Bergrettung. Sie bereiten die Einsatzkräfte auf unterschiedliche Szenarien vor. „Ein Dank gilt den Bergbahnen Kitzbühel und der Ortsstelle Jochberg für die Durchführung der Übung. Eine solche Großübung erfordert Vorbereitung und organisatorische Abstimmung“, betonte Bezirksleiter Stefan Kurz-Lindner.