Lernen neu gedacht

„COOL“: Reuttener Schüler durften sich ihren Unterricht selbst organisieren

Chilliger Schulalltag: Auf Frontalunterricht konnte verzichtet werden.
© Melanie Köpfle-Wörz

An drei Reuttener Schulen fand erstmals eine „COOL-Woche“ statt. Das Konzept fördert die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.

Reutte – Ein Zeichen für modernes Lernen setzten HAK, HLW und HTL Reutte: Erstmals wurde die sogenannte COOL-Woche zeitgleich an allen drei Schultypen durchgeführt. Von Montag bis Mittwoch arbeiteten die SchülerInnen der 1. bis 4. Klassen intensiv und eigenverantwortlich an ihren COOL-Aufträgen und erlebten Unterricht in einer neuen, selbstorganisierten Form. Ausgenommen waren lediglich die Praxisfächer sowie der Turnunterricht, die weiterhin regulär laut Stundenplan stattfanden.

COOL steht für „Cooperatives Offenes Lernen“. Anstelle klassischer Frontalunterrichtseinheiten erhalten die SchülerInnen klar strukturierte Arbeitsaufträge, die sie eigenständig oder im Team bearbeiten. Die Lehrkräfte begleiten den Lernprozess als Coaches, geben Feedback und unterstützen bei Bedarf.

Neben fachlicher Kompetenz war auch Teamfähigkeit gefragt.
© Melanie Köpfle-Wörz

Ziel ist es, neben der fachlichen Kompetenz hauptsächlich Selbstständigkeit, Zeitmanagement, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu fördern – „Fähigkeiten, die sowohl im weiteren Bildungsweg als auch im späteren Berufsleben von großer Bedeutung sind“, sagt Direktor Werner Hohenrainer.

Freie Zeiteinteilung

Die Jugendlichen konnten ihr Lerntempo selbst bestimmen, Arbeitsschritte eigenständig planen und Prioritäten setzen. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, sich die Zeit frei einzuteilen.

„Uns gefällt besonders, dass wir selbst entscheiden können, wann wir welche Aufgabe erledigen. Man lernt, sich die Zeit gut einzuteilen und Verantwortung für die eigene Arbeit zu übernehmen“, berichtet eine Schülerin der HLW. Auch ein Schüler der HTL zeigt sich überzeugt: „Am Anfang ist es ungewohnt, aber man merkt schnell, dass man viel konzentrierter arbeitet. Außerdem hilft man einander mehr.“

Das Feedback war durchweg positiv. Eine Fortsetzung im kommenden Schuljahr scheint daher sehr wahrscheinlich.

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