Besondere Qualitäten: Warum die Bedeutung des ruhenden Balls bei der WSG Tirol zunimmt
Bei Standards setzt die WSG Tirol auch auf die Qualitäten von Nikolai Baden Frederiksen.
Wattens – Mit einem Eckball bereitete Nikolai Baden Frederiksen den jüngsten WSG-Treffer von Valentino Müller beim 1:1 gegen Ried vor. Da war es passend, den Dänen vor dem Gastspiel bei BW Linz am Sonntag (17 Uhr) nach der immer mehr wachsenden Bedeutung von Standardsituationen im internationalen Fußball zu fragen, schließlich ist der 25-Jährige auch der designierte Freistoßschütze der Tiroler ...
Blick in die Premier League
„Sie sind ein Teil des Spiels, und wenn du sie ernst nimmst, können sie für viele Punkte sorgen. Und wenn du sie nicht ernst nimmst, kannst du auch viele Punkte verlieren“, betont Baden Frederiksen – und bringt das Beispiel Arsenal auf das Tableau, die „Gunners“ bekamen ja schon den Spitznamen „Corner FC“ verpasst. Es ist eine Erkenntnis, die nicht neu ist. Aber auch eine, die Trainer Philip Semlic schon in der Winterpause angesprochen hatte – und mit dem linken Fuß von Baden Frederiksen hat die WSG dabei eine scharfe Waffe im Talon. Apropos: Der Offensivspieler bekräftigte erneut, in Wattens bleiben zu wollen. Vorerst liegt der Fokus aber nur auf einem: drei wertvolle Punkte in Linz.
Zwei Runden vor der Punkte- und Liga-Teilung spricht die Tabelle eine klare Sprache. Die WSG hat als Zehner elf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht BW Linz. Das heißt: Bei einem möglichen Sieg in der Stahlstadt würde das Polster inklusive Punkteteilung sieben Punkte betragen. Bei einer Niederlage wären es nur deren vier ...
Klar, dass auch Trainer Philipp Semlic von einem „ganz wichtigen Spiel“ spricht. Wobei man auch den Abschluss am kommenden Sonntag mit ins Spekulations-Boot nehmen könnte. Dann geht gegen den GAK ebenfalls ein Team, das hinter den Tirolern liegt. „Du kennst mich jetzt auch schon länger. Ich bin keiner, der in einer Zukunftswelt lebt oder irgendwelche Hypothesen aufstellt. Linz ist das nächste Spiel und damit auch das wichtigste Spiel.“ Aber natürlich hätten so kurz vor der Punkteteilung „Spiele gegen Mannschaften, die hinter dir sind, einen eigenen Charakter“.
Ausfälle von hinten bis vorne
Und solche Matches will man natürlich mit der besten Elf absolvieren. Das wird sich aber definitiv nicht spielen. David Gugganig, Matthäus Taferner und Quincy Butler sind verletzt, Offensivmann Moritz Wels fehlt gesperrt. Und Stammkeeper Adam Stejskal wackelt mit seinen Augenproblemen auch gehörig. „Ich bin in der glücklichen Lage, zwei sehr gute Torhüter zu haben. Adam ist unsere Nummer eins und wenn er fit ist, wird er spielen. Fehlt aber nur ein Prozentpunkt, dann spielt der Ecki (Alexander Eckmayr, Anm,).“
Gegner BW Linz setzt seit der Winterpause auf einen neuen Trainer: Unter Michael Köllner zeigt die Tendenz dabei leicht nach oben, im Frühjahr haben die Stahlstädter beispielsweise noch kein Tor aus dem Spiel heraus bekommen.
Theoretisch wäre für die WSG ja sogar noch der Sprung in die Top 6 und damit die Meisterrunde möglich. „Es hat schon größere Wunder im Fußball gegeben“, sagt Angreifer Nikolai Baden Frederiksen. Man muss im Leben ja Ziele haben. Die WSG tut trotzdem gut daran, den Blick nach unten zu richten.
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