Besucherzahlen kratzen am Allzeit-Hoch: Tierisch gutes Jahr für Innsbrucker Alpenzoo
Bär, Luchs und Co. haben vergangenes Jahr so viele Menschen auf die Innsbrucker Hungerburg gelockt, wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Heuer will der Alpenzoo sein Angebot ausbauen.
Innsbruck – Der Alpenzoo am Fuße der Innsbrucker Nordkette hat sich längst zu einer Institution entwickelt. Das zeigen die Besucherzahlen für das Jahr 2025: Rund 337.000 Menschen sind im Vorjahr auf die Hungerburg gefahren, um sich Otter, Steinadler, Wildkatze und Co. anzusehen. Das sei der zweithöchste Wert seit seiner Gründung 1962. Nur 1992 sind es um 6000 BesucherInnen mehr gewesen, sagt Alpenzoo-Direktor André Stadler.
Er begrüßt, dass sein Tierpark bei Einheimischen Anklang finde: Jeder zweite Gast stammte aus Tirol, die andere Hälfte entfiel auf Touristen. Stadler kann den Besucherzuwachs im Vorjahr nicht auf eine einzige Neuerung zurückführen: „Unser Gesamtkonzept hat den Nerv der Menschen getroffen.“
Im Zoo, der ausschließlich Tiere aus dem Alpenraum beherbergt, herrsche konstant große Nachfrage nach Führungen und Workshops, außerdem sind 2025 neue Tieranlagen dazugekommen. Der hauseigene Podcast komme ebenfalls gut an, sagt der Direktor.
Auf den positiven Besucherzahlen möchte sich Stadler allerdings nicht ausruhen, für das Jahr 2026 sind einige Neuerungen geplant. Bald finden Krimiführungen statt, im Sommer eröffnet ein weiteres Restaurant in der Weiherburg und ein Wasserspielplatz soll die Kleinen zum Planschen animieren.
Tierischer Nachwuchs erwartet
Hinzu kommen Nachzuchten und Auswilderungen, die sich allerdings nicht vorhersehen ließen. „Die Natur kann man nicht planen, aber wir sind guter Dinge“, sagt Stadler. Er hofft auf Nachwuchs bei Luchsen, Steinböcken oder Gämsen. „Die Geier sind auch schon beim Brüten.“
Den Bargeiern zerbrach nämlich vor wenigen Wochen ihr Ei. Nachdem die WärterInnen dieses mit einer Attrappe getauscht haben, bleibt das Greifvogelpaar im „Brutmodus“. So können die großen Raubvögel bald ein Küken anderer Bartgeier aufziehen, das sonst nicht überleben würde. Für die BesucherInnen aus dem Vorjahr dürfte es also heuer wieder Neues zu entdecken geben. (TT)