ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Klingeln für Solidarität: Wenn Nachbarschaft hilft

Die Schwazerin Regina Plocek stellt sich im Rahmen der Caritas Haussammlung seit vielen Jahren in den Dienst der guten Sache.
© Caritas Tirol/D. Giesinger

Caritas-Haussammlung im März – rund 1.200 Freiwillige sind in der Diözese Innsbruck unterwegs.

Seit Anfang März sind sie wieder unterwegs: Rund 1.200 Freiwillige klingeln in der Diözese Innsbruck an Haus- und Wohnungstüren, um im Rahmen der Caritas-Haussammlung Spenden für Menschen in Not in Tirol zu sammeln. Organisiert wird die traditionelle Sammlung über die Pfarren. Zehn Prozent der Spenden bleiben direkt in der jeweiligen Pfarre, der Rest fließt in die Hilfsangebote der Caritas – dorthin, wo Unterstützung dringend gebraucht wird.

Heute, am Weltfrauentag rücken Frauen in den Mittelpunkt, die Verantwortung übernehmen, oft still, oft ehrenamtlich – so wie Regina Plocek, eine der vielen Haussammlerinnen der Caritas.

„Es ist mein Fastenopfer“

Regina Plocek ist gebürtige Steirerin, aufgewachsen auf einem Bauernhof. Schon als Jugendliche wurde sie von ihrer Mutter zur Haussammlung geschickt. „Damals ist man von Hof zu Hof gegangen“, erinnert sie sich. „Die Leute kannten einander, man wurde meist wohlwollend aufgenommen.“ Später, als sie zu arbeiten begann, legte sie eine Pause ein. Mit der Geburt ihrer Kinder kehrte sie zur Haussammlung zurück – dann machte sie wieder eine arbeitsbedingte Unterbrechung. Seit sie in Pension ist, geht sie nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig sammeln.

Ihr Sammelgebiet ist Schwaz. Dort geht sie im März durch vier große Wohnblöcke, meist am späten Nachmittag bis in die Abendstunden hinein. „In der Stadt ist es anders“, sagt sie. „Viele machen gar nicht auf. Manche stehen der Caritas skeptisch gegenüber, andere wollen nicht reden.“ Dann erklärt sie sachlich, wofür die Spenden verwendet werden: für Hilfe im Inland, für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, für Katastrophenhilfe, für soziale Angebote direkt vor Ort.

Wärmestuben, Lerncafés, konkrete Hilfe

Das Geld der Haussammlung bleibt im Land – ein Punkt, der Regina Plocek besonders wichtig ist. Unterstützt werden damit etwa die Wärmestuben der Caritas, in denen Menschen mit keinem oder sehr geringem Einkommen warme Mahlzeiten bekommen, sich duschen können und soziale Kontakte finden. Oder die Caritas Lerncafés, in denen Kinder aus armutsbetroffenen Familien kostenlose Lernunterstützung und einen stabilen Rahmen erhalten.

„Die Caritas tut viel Gutes“, sagt Frau Plocek überzeugt. „Für mich ist das mein persönliches Fastenopfer – uns geht es gut, so kann ich etwas zurückgeben.“ Manchmal begegnet sie Menschen, die selbst kaum etwas haben. „Wenn jemand sagt: Ich habe nichts, ich brauche selbst Hilfe – dann gebe ich Kontaktdaten oder einen Flyer weiter.“ Auch das sei Teil der Sammlung.

Was Regina Plocek besonders berührt, sind die Gespräche. „Manche Menschen freuen sich einfach, dass jemand zuhört“, erzählt sie. Vor allem alleinstehende ältere Menschen seien dankbar für ein paar Worte an der Tür.

Die Caritas-Haussammlung läuft bereits und dauert den gesamten März. Am Weltfrauentag wird sichtbar, wie sehr dieses Engagement von Frauen getragen wird – wie von Regina Plocek, die seit vielen Jahren klingeln, erklären, zuhören und damit das soziale Netz in ihrer Umgebung mittragen und stärken. Ein leises, aber wirksames Zeichen von Solidarität – direkt von Tür zu Tür.

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