Keine Anklage nach tagelangem Waldbrand auf Innsbrucker Nordkette
Der durch einen zwölfjährigen Buben ausgelöste Brand hatte Ende Dezember einen tagelangen Großeinsatz zur Folge. Nun wurden die Ermittlungen gegen den Verursacher und dessen Vater eingestellt.
Innsbruck – Nach dem tagelangen Waldbrand auf der Innsbrucker Nordkette im vergangenen Dezember hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen den Verursacher – einen zwölfjährigen Burschen – und dessen Vater eingestellt. Bei letzterem sei keine Verletzung der Aufsichtspflicht festgestellt worden, erklärte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr. Der Jugendliche sei strafunmündig.
Damit kommt es zu keiner Anklage im Fall des großflächigen Brandes. Der Bursche war noch während der laufenden Löscharbeiten mit seinem Vater bei einer Innsbrucker Polizeiinspektion vorstellig geworden und hatte angegeben, den Brand im Zuge einer Wanderung mit seiner Familie durch Hantieren mit Pyrotechnik ausgelöst zu haben. Man habe vergeblich versucht, den anfänglich entstandenen Wiesenbrand zu löschen, daraufhin setzte der Vater den Feuerwehrnotruf ab.
Acht Hektar Wald betroffen, tagelanger Einsatz
Der Brand war zwischen Weihnachten und Neujahr, am 27. Dezember, auf der Nordkette hoch über Innsbruck ausgebrochen. Betroffen waren rund acht Hektar Wald in einem schwer zugänglichen Gebiet südwestlich der Innsbrucker Seegrube. Eine Rauchsäule war weithin sichtbar. Bis zu 150 Einsatzkräfte und mehrere Hubschrauber waren schließlich tagelang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Immer wieder wurden Glutnester entdeckt, endgültiges „Brand aus“ konnte erst drei Tage nach Ausbruch des Brandes gegeben werden. (TT.com)
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