Einstimmig gewählt

TT-Redakteur Wolfgang Sablatnig ist neuer Präsident des Presserats

TT-Redakteur Wolfgang Sablatnig.
© Böhm Thomas

Wien – Der Trägerverein des Österreichischen Presserats hat Wolfgang Sablatnig am Mittwoch einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Sablatnig arbeitet im Wiener Büro der Tiroler Tageszeitung und vertritt seit vielen Jahren den „Presseclub Concordia“ im Trägerverein. Der gebürtige Oberösterreicher begann seine journalistische Laufbahn bei der APA, war zwei Jahre lang Pressesprecher des Verfassungsgerichtshofes und ist auch in der Vereinigung der ParlamentsredakteurInnen aktiv.

Selbstkontrolle der Medien

Sablatnig zu seiner neuen Aufgabe: „Die Selbstkontrolle ist angesichts von Fake News, Polarisierung und Desinformation unverzichtbar, um das Vertrauen in Qualitätsmedien und professionellen Journalismus zu sichern. Der Vorstand des Presserates tut daher alles, damit die Kolleginnen und Kollegen in den drei Entscheidungssenaten ihre wichtige Aufgabe bestmöglich erfüllen können.“

Der Presserat versteht sich als moderne Selbstregulierungseinrichtung im Pressebereich, die der redaktionellen Qualitätssicherung sowie der Gewährleistung der Pressefreiheit dient. Er ist Anlaufstelle für Beschwerden über die Berichterstattung in den Medien und prüft, ob die Regeln für verantwortungsvolles journalistisches Handeln eingehalten worden sind. Der Presserat kann Missstände im Pressewesen aufzeigen, diesen entgegenwirken und Rügen aussprechen. Er kann aber keine Strafen verhängen.

Auch Kettemann gewählt

Matthias Kettemann, Professor für Innovation, Theorie und Philosophie des Rechts an der Universität Innsbruck, wurde ebenfalls einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Senats 1 des Presserats gewählt. Kettemann ist Medien- und Digitalrechtsexperte. (TT)