Hotel-Mitarbeiter bei Kohlenmonoxid-Unfall in Osttirol gestorben
Der Beschäftigte wurde leblos in einem Schacht vor dem Heizungsraum entdeckt. Eine Reanimation blieb ohne Erfolg.
Hopfgarten in Defereggen – Ein tragischer Unfall hat sich Donnerstagvormittag in einem Hotel in Hopfgarten in Defereggen ereignet. Ein 57-jähriger Mitarbeiter soll laut ersten Untersuchungen bei einem Kohlenmonoxidunfall ums Leben gekommen sein.
Der Einheimische wurde leblos im Pelletslager der Heizungsanlage, das sich im Untergeschoss des Hotels befindet, entdeckt. Eine Reanimation blieb ohne Erfolg, berichtete Notarzt Gernot Walder. An Ort und Stelle wurde eine erhöhte Kohlenmonoxidbelastung festgestellt. Wie es genau zu dem Unfall kam, war vorerst unklar. Man ging aber von einem technischen Gebrechen aus, hieß es von Seiten der Polizei.
Die Einsatzkräfte wurden gegen 10.30 Uhr alarmiert. „Dass der Tod des Opfers durch das Kohlenmonoxid verursacht wurde, liegt nahe. Die genaue Todesursache und der Unfallhergang müssen aber noch festgestellt werden“, sagte der Matreier Polizeikommandant Erich Gliber.
Mehrere Personen vor Ort behandelt
Auch bei mehreren Einsatzkräften sowie zwei Hotelgästen sei eine erhöhte Kohlenmonoxidbelastung festgestellt worden. „Rund 20 Personen wurden vor Ort behandelt, überwiegend wegen Vergiftungserscheinungen durch CO“, informierte Walder. Alle konnten inzwischen in häusliche Pflege entlassen werden.
Im Einsatz standen die Feuerwehren Hopfgarten und Huben, die Praxis Defereggental mit einem Notarzt und Pflegepersonal, das Rote Kreuz mit zwei Einsatzfahrzeugen, der Notarzthubschrauber Martin 4 sowie die Polizei. (TT.com, APA)