McGrath siegt nach Olympia-Drama

Was für ein Slalom-Krimi! Tiroler Matt mit 0,06 Sekunden Rückstand nur Vierter

Michael Matt sucht die Hundertstel, die ihm zum Sieg fehlten.
© GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

Der Slalom in Kranjska Gora war nichts für schwache Nerven. Am Ende setzte sich Alte Lie McGrath (NOR) vor Henrik Kristoffersen (NOR/+0,01 Sek.) und Lucas Pinheiro Braathen (BRA/+0,04) durch. Der Tiroler Michael Matt musste sich mit 0,06 Sekunden Rückstand mit Rang vier begnügen.

Kranjska Gora – Atle Lie McGrath hat am Sonntag den Ski-Weltcup-Slalom in Kranjska Gora gewonnen und sich für den Ausfall im Olympiarennen rehabilitiert. Der Norweger siegte in einem engen Rennen vor seinem Landsmann Henrik Kristoffersen (+0,01 Sek.) und dem Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen (+0,04). Michael Matt als Vierter verpasste das Podest nur um 2/100 Sekunden, er hatte sich von Halbzeitrang neun aus verbessert. Im Disziplinenweltcup liegt McGrath 41 Punkte vor Braathen.

„Ich habe mich schon einmal mehr gefreut über einen vierten Platz. Wir sind sehr eng beieinander, aber ich glaube, die Leistung im zweiten war sehr, sehr gut“, sagte Matt im ORF-TV-Interview.

Fabio Gstrein, Olympia-Silbermedaillengewinner von Bormio, fiel indes von Platz fünf auf zwölf zurück. Dominik Raschner nützte die Startnummer eins im zweiten Durchgang perfekt aus und erreichte Platz sieben. „Das tut sehr gut, bei dem Wetter und der Stimmung länger am Sessel zu hocken. Ich habe das Beste aus der Situation mit Nummer eins gemacht, damit bin ich zufrieden“, sagte er ob der langen Zeit in der Führungsposition. Platz 13 gab es für Marco Schwarz („Mittelmäßig“), Rang 14 für Joshua Sturm.

Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert hatten sich Adrian Pertl (41.) und Jakob Greber (40.), Johannes Strolz und Simon Rueland schieden im ersten Durchgang aus. Ebenso wie von den Assen Timon Haugan (NOR), Olympiasieger Loic Meillard (SUI) und Eduard Hallberg (FIN). Im zweiten Lauf erwischte es den Halbzeitdritten Armand Marchant (BEL). Nicht am Start war wie angekündigt Manuel Feller. Der Tiroler hat die Alpin-Saison aufgrund anhaltender körperlicher Probleme vorzeitig beendet, um sich Operationen zu unterziehen. (APA)

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