Keine ÖPC-Medaille am Sonntag

Große Emotionen und enttäuschte Tiroler bei den Paralympics

Der Fritzener Stefan Egger-Riedmüller kämpfte mit der Hitze und dem Schießstand, am Ende musste sich der 29-Jährige mit Rang 14 zufriedengeben.
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Cortina, Tesero Stefan Egger-Riedmüller (Biathlon) und Rene Eckhart (Snowboard) kamen bei den Paralympics nicht in die Top Ten, am Montag wartet der Super-G.

Hinter China (15 Medaillen, 7 in Gold) und der Ukraine (8/3 in Gold) lag Österreich gestern dank zweier Goldmedaillen aus der Abfahrt für Sehbehinderte auf Rang drei im Medaillenspiegel. Entsprechend ausgelassen fiel am Samstag die Feier für die Niederösterreicherin Veronika Aigner (mit ihrem Tiroler Guide Lilly Sammer) und ihren Bruder Johannes Aigner (mit Guide Nico Haberl) im Austria House von Cortina aus. Die Zutaten: Ziehharmonika, Fahnenmeer, Sachertorte, Tränen.

Nico Haberl, Johannes und Elisabeth Aigner, Lilly Sammer und ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat jubelten mit einer Sachertorte.
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Stefan Egger-Riedmüller, Österreichs einziger Para-Nordischer bei diesen Winterspielen, war nach seinem zweiten Auftritt hin- und hergerissen. Nach Rang 15 zum Auftakt im Biathlon-Sprint (7,5 km) lief es gestern im Einzel (12,5 km) nicht wie gewünscht. Der Fritzener leistete sich drei Schießfehler und landete mit 6:10,2 Minuten Rückstand auf Sieger Jiayun Cai (CHN) auf Rang 14. Hohe Temperaturen setzten dem 29-jährigen Fritzener vom Nordic Team Absam zu: „Der Anstieg war wie immer brutal, hinten raus wird der jedes Mal extrem. Für ein richtig gutes Ergebnis brauche ich die Null am Schießstand, das habe ich auch drauf. Deswegen kann ich nicht ganz zufrieden sein.“

Auch der Kaunertaler Snowboardcrosser Rene Eckhart scheiterte nach einem Sturz bereits im Viertelfinale (Platz 13/Klasse SB-LL1): „Jetzt heißt es abhaken und weitermachen.“ Am Samstag wartet auf den 38-Jährigen noch der Slalom.

Am Montag geht es für die Österreicher mit dem Super-G (ab 9.30 Uhr, ORF Sport +) weiter. Die Hoffnung auf eine weitere Medaille der Aigner-Geschwister lebt, mit dem 25-jährigen Ebbser Manuel Rachbauer ist auch ein Tiroler am Start.