Faszinierende Kunstschau: „Material – Zeit – Licht“ in der Zillergalerie
Am 26. März startet in der Zillergalerie in Stumm mit „Material – Zeit – Licht“ eine neue Ausstellung. Sieben Künstlerinnen und Künstler präsentieren Werke, die sich mit den grundlegenden Bedingungen des Bildes und der menschlichen Wahrnehmung auseinandersetzen.
Die Schau beleuchtet das Zusammenspiel von Materialität, zeitlicher Dimension und der formgebenden Kraft des Lichts. Diese drei Faktoren prägen den künstlerischen Prozess maßgeblich. Sie beeinflussen auch die Erscheinung jedes Kunstwerks wesentlich.
Material wird hierbei als aktiver Teil des Schaffensprozesses verstanden. Oberflächen zeigen Spuren von Bearbeitung und Veränderung. Sie speichern Geschichte und lassen Zeit sichtbar werden. Schichtungen oder Abrieb machen das Werk als Prozess erlebbar. Dauer und Moment sind dabei miteinander verschränkt.
Ein Thema - verschiedene Perspektiven
Licht ist ebenfalls ein zentrales Element der Wahrnehmung. Es modelliert Formen und aktiviert Oberflächen. Perspektive, Distanz oder Intensität verändern das Aussehen eines Werkes. Licht ist ein physikalisches Phänomen und ein räumlicher Faktor. Es macht Materialität erst sichtbar und erfahrbar.
Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler nähern sich diesem Thema aus verschiedenen Perspektiven (siehe Infobox).
Die KünstlerInnen und ihre Werke
Thomas Driendl arbeitet fotografisch. Er untersucht Bewegung, Wahrnehmung und Licht. Experimentelle Techniken lassen Zeit als visuelle Spur sichtbar werden.
Svava Egilson nutzt Textilkunst als Medium. Gewebe, Fäden und Strukturen bilden ihre Bildträger. Materialität, Rhythmus und Licht erscheinen in reduzierten Kompositionen.
Klaus Giedriegl konzentriert sich auf grafische Arbeiten. Ornament und Zeichen sind strukturierende Elemente. Linien und Wiederholungen erzeugen Bildordnungen.
Brigitte Gmach schafft Papierarbeiten. Faltungen, Schnitte und Schichtungen betonen die physische Präsenz des Materials. Papier wird zum plastischen Medium. Licht und Schatten sind integrale Bestandteile der Form.
Johannes Hintersteiner arbeitet mit Kohlezeichnung. Er thematisiert Vergänglichkeit und Spuren. Die Materialität der Kohle erzeugt fragile Bildräume. Zeitlichkeit und Auflösung stehen hier im Fokus.
Barbara Löffler erforscht Oberfläche, Struktur und Licht durch Fotografie. Präzise Bildausschnitte verwandeln Alltagsmaterial. Es entstehen so abstrakte, dichte Bildräume.
Ines Nickchen arbeitet mit keramischen Formen. Glasur, Struktur und Brennprozess prägen die Oberflächen. Material, Lichtreflexion und Haptik verbinden sich zu einer plastischen Präsenz.
„Material – Zeit – Licht“ versteht das Bild als dynamisches Gefüge. Material, Oberfläche und Licht treten hier in ein offenes Verhältnis. Die Ausstellung lädt dazu ein, Wahrnehmung als fortwährende Bewegung zu erleben. Besucher können sich auf eine vielschichtige Schau freuen. Sie regt zum Nachdenken über Kunst und Sichtweisen an. Zudem finden während der Öffnungszeiten Workshops und Einführungen statt. Details dazu werden online veröffentlicht. Die Ausstellung läuft bis 5. Juli