Zwei Tiroler im ÖFB-Kader

Rangnick erfreut: „Wären wir ein Verein, wären das gute Transfers“

David Affengruber (r.) machte in der spanischen Liga mit starken Auftritten auf sich aufmerksam.
© IMAGO/SOPA Images

Teamchef Ralf Rangnick nominierte für den ersten Lehrgang im WM-Jahr 2026 gleich vier Debütanten. Zudem kehrten zwei alte Bekannte ins Aufgebot zurück.

Wien - Der größte Luxus im internationalen Fußball ist Zeit. Das gilt insbesondere in einer Saison, die mit einer Weltmeisterschaft endet. Die letzte wirkliche Möglichkeit für Experimente ist deshalb der März-Lehrgang. Schließlich warten dabei nicht nur Tests gegen Ghana (27. März) und Südkorea (31. März, jeweils in Wien), sondern auch ein einwöchiges Trainingslager in Marbella. Und so überraschte es nicht, dass Teamchef Ralf Rangnick diesmal die ein oder andere Überraschung aus dem sprichwörtlichen Hut zauberte.

Vier neue Namen

Natürlich war es weniger überraschend, dass die Neo-Österreicher Paul Wanner (PSV Eindhoven) und Carney Chukwuemeka (Dortmund) erstmals ÖFB-Luft schnuppern, die Namen Florian Wiegele (Keeper von Viktoria Pilsen) und David Affengruber (FC Elche) hatten indes wenige auf dem Zettel. Wobei die Nominierung von Zweiterem als La-Liga-Stammspieler fast überfällig schien. Dass dafür Leo Querfeld (Union Berlin) auf der Abrufliste landete, ließ dann doch die ein oder andere Augenbraue hochgehen. „Leo kennen wir schon in- und auswendig, David nicht. Wir haben uns entschieden ihn uns anzuschauen“, erklärte der Teamchef. Ein Indiz für den WM-Kader sei das aber nicht.

Ex-Wattener im Kader

Neben LASK-Stürmer Sasa Kalajdzic gibt es mit dem Ex-Wattener Michael Svoboda (Kapitän bei Serie-B-Leader Venedig) einen zweiten Rückkehrer, mit Marco Friedl (Bremen) und Alessandro Schöpf (WAC) stehen auch zwei Tiroler im Kader – Felix Bacher (Stammspieler bei Estoril) fehlt dagegen.

Das Aufgebot beinhaltet mit David Alaba und Maxi Wöber auch zwei verletzte Spieler. „Es ist hochgradig unwahrscheinlich, dass sie spielen können, aber sie wollten unbedingt dabei sein.“

Aber zurück zu den Neuen: Wanner und Chukwuemeka sind im Mittelfeld eingeplant, sie sollen den Konkurrenzkampf anheizen. Zusammen haben die beiden einen Marktwert von knapp 43 Millionen Euro. „Wären wir ein Verein, wären das gute Transfers“, betont Rangnick. Das müssen sie nun am Rasen beweisen – die Zeit ist bekanntlich knapp.

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Qualtität für das ÖFB-Team

Darum kehren Wanner und Chukwuemeka zu ihren rot-weiß-roten Wurzeln zurück