27 Punkte Abzug für Tabellenführer in Bayern: Torjäger war gesuchter Drogendealer
Ein Kriminalfall sorgt im bayerischen Fußball-Unterhaus für Aufsehen. Ein Spieler der SpVgg Haidhausen soll unter falschem Namen aufgelaufen sein. Deshalb zog ein Sportgericht dem Tabellenführer 27 Punkte ab.
Und noch mehr: Der neunfache Torschütze ist aktuell in Haft. Laut Staatsanwaltschaft wird dem 34-Jährigen versuchter Mord und bewaffneter Drogenhandel vorgeworfen. Bei seiner Festnahme raste der Mann mit seinem Auto auf die Polizisten zu. Erst mehrere Schüsse konnten ihn stoppen.
Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden fünf Kilo Amphetamine, 50.000 Euro in bar, mehrere Schusswaffen und mehrere Pässe gefunden. Da flog auch die falsche Identität des Amateur-Kickers auf.
„Er schmiss nicht mit Geld um sich“
Der Vereinsboss von Haidhausen, Giuseppe Scialdone, fiel aus allen Wolken. „Das ist absoluter Wahnsinn. Er war komplett unauffällig, schmiss nicht mit Geld um sich. Wir haben sogar Ablöse für ihn bezahlt“, sagte das Vereinsoberhaupt gegenüber dem Münchner Merkur.
Der Verband begründete das harte Urteil gegen den Verein so: „Das Kreis-Sportgericht hat in seinem erstinstanzlichen Urteil zehn Spielwertungen zu Ungunsten der SpVgg Haidhausen vornehmen müssen, weil der betreffende Spieler aufgrund falscher Angaben nicht einsatzberechtigt gewesen ist.“ (TT.com)