Gondel in Schweizer Skigebiet abgestürzt: Polizei bestätigt Todesfall
Die Kabine hatte sich offenbar bei starkem Wind vom Seil gelöst und war abgestürzt. Eine Frau kam laut Polizei ums Leben. Zahlreiche Wintersportler, die auf der Strecke in anderen Gondeln unterwegs waren, wurden evakuiert.
Engelberg – Beim Absturz einer Gondel am Mittwochvormittag im Schweizer Skigebiet Engelberg ist eine Frau ums Leben gekommen. Die Kabine hatte sich offenbar bei starkem Wind vom Seil gelöst, war abgestürzt, einen schneebedeckten Hang hinabgerutscht und hatte sich dabei mehrmals überschlagen, ehe sie an einem Strauch zum Stillstand kam.
In der für acht Personen zugelassenen Gondel habe sich nur eine 61-Jährige aus der Region befunden, berichtete die Kantonspolizei Nidwalden. Zur Unfallursache äußerte sie sich zunächst nicht. „Die Umstände, die zum Unglück geführt haben, sind zurzeit noch unklar“, teilte die Polizei am frühen Abend mit. „Die Ermittlungen dazu sind unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Nidwalden aufgenommen worden.“
Das Unglück passierte auf rund 2000 Metern Höhe, was den Zugang für Rettung und Polizei erschwerte. Unter anderem war ein Rettungshubschrauber der Schweizer Rettungsflugwacht Rega im Einsatz.
Betroffen war die Gondelbahn Titlis Xpress Engelberg-Stand im größten Skigebiet der Zentralschweiz, Engelberg-Titlis, südlich des Vierwaldstättersees. Das Unglück passierte kurz nach der Mittelstation Trübsee, wie der Polizeisprecher sagte. Die Gondeln transportieren Wintersportler auf rund 2400 Meter Höhe.
Es gab eine Windwarnung
Die Beamten waren um kurz nach 11 Uhr alarmiert worden. Zwischen 100 und 200 Personen waren in anderen Gondeln auf der Strecke unterwegs. Sie wurden bis zum Nachmittag in Sicherheit gebracht, wie Norbert Patt, CEO der Titlis Bergbahnen, sagte.
Am Nachmittag waren die Gondelbahn und mehrere weitere laut Webseite des Skigebiets wegen starker Winde geschlossen. Der Wetterdienst Meteoschweiz zeigte auf seiner Webseite für Engelberg Sonnenschein und Temperaturen von rund 8 Grad am Mittag. Dazu gab es eine Windwarnung, mit „Windspitzen in exponierten Lagen oberhalb von 1800 Metern“ von bis zu 130 Kilometern in der Stunde. (dpa, TT.com)