Polizei ermittelt weiter

Raub im Zillertal wohl doch „nur“ Nötigung durch Messerverkäufer

Ein zunächst gemeldeter Raubüberfall in Stumm im Zillertal hat sich nach weiteren Ermittlungen der Polizei offenbar anders dargestellt. Demnach dürfte es sich nicht um einen Raub, sondern um eine Nötigung gehandelt haben.

Stumm – Was zunächst wie ein klassischer Raubüberfall wirkte, hat sich im Nachhinein als deutlich weniger eindeutig – aber nicht minder ungewöhnlich – herausgestellt. Ein 68-jähriger Österreicher hatte am 18. März bei der Polizei Anzeige erstattet und von einem beunruhigenden Erlebnis berichtet: Bereits am 13. März, gegen 15.15 Uhr, sei er auf einem Schotterparkplatz hinter der Raiffeisenbank in Stumm in seinem Auto von einem Unbekannten überrascht worden.

Laut seiner ersten Aussage öffnete der Mann plötzlich die Beifahrertür, bedrohte ihn mit einem Küchenmesser und verlangte Bargeld. Aus Angst übergab der 68-Jährige einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag, woraufhin der Täter verschwand. Die Schilderung klang eindeutig nach Raub: ein bewaffneter Täter, eine bedrohliche Situation, eine Geldübergabe. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und veröffentlichte eine Täterbeschreibung.

„Aggressiver Messerverkäufer“

Doch dann die Wendung: Im Zuge weiterer Befragungen relativierte sich die Geschichte. Nach aktuellen Erkenntnissen dürfte es sich bei dem Vorfall nicht um einen gezielten Raub gehandelt haben. Vielmehr gehen die Ermittler nun davon aus, dass ein „aggressiver Messerverkäufer“ den Mann unter Druck gesetzt hat, ihm Geld zu geben. Aus dem vermeintlichen Gewaltverbrechen wurde damit ein Fall von mutmaßlicher Nötigung. (TT.com)

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