Liebe Tiroler Autofreunde!
Natürlich gibt es einen guten Grund, sich über die Entwicklung des österreichischen Automobilmarktes zu freuen, denn im Vorjahr hat die Zahl der Pkw-Neuzulassungen mehr zugenommen, als viele Experten erwartet haben. Und 2026 ist erneut sehr positiv gestartet, was Neuzulassungen und Kaufvertragsabschlüsse anbelangt.
Anders sieht es aber auf der Herstellerebene aus: Zahlreiche europäische Automobilproduzenten sind mit dramatischen Gewinneinbrüchen konfrontiert, Stellantis muss sogar einen Verlust von mehr als 22 Milliarden Euro verkraften. Zu lange haben nationale und europäische Regulierungsbehörden die Bedürfnisse der Automobilindustrie missachtet und sich mit dem zu hastig angesetzten Verbot von Verbrennungsmotoren der so wichtigen Technologieoffenheit verschlossen – eine in ökonomischer Hinsicht unvernünftige Vorgangsweise, die europaweit zigtausende Arbeitsplätze bei den Konzernen, bei den Zulieferern und schlussendlich auch im Handel kosten wird.
„Zu lange haben nationale und europäische Regulierungsbehörden die Automobilindustrie massiv überfordert."
Dieter Unterberger
Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, zu erkennen, dass eine florierende Volkswirtschaft besonders von einer gut funktionierenden Industrie abhängig ist. Nun muss vielerorts gespart werden – dabei wären Investitionen vonnöten, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Hier sollten die Regulierungsbehörden ansetzen, und zwar mit industriefreundlichen Rahmenbedingungen.
Dieter Unterberger, Gremialobmann des Tiroler Autohandels in der Tiroler Wirtschaftskammer
Bedeutung der österreichischen und der Tiroler Autobranche
Arbeitsplätze Österreich
354.000 Stellen lassen sich der Automobilwirtschaft zuordnen.
Arbeitsplätze Tirol
269 Dienstgeber beschäftigen im Autohandel 3460 Personen (davon sind 55 Lehrlinge), dazu kommen 264 Ein-Personen-Unternehmen.
Neuzulassungen Österreich
2025 wurden 284.978 Neufahrzeuge zugelassen (plus 12,3 Prozent gegenüber 2024).
Neuzulassungen Tirol
Im Bundesland gab es vergangenes Jahr 26.589 Neuzulassungen (plus 22,5 Prozent gegenüber 2024).