Kostenlos, von jungen SolistInnen gespielt: Erfolgsoper im Haus der Musik
Eine konzertante Aufführung von Giuseppe Gazzanigas Oper „La Vendemmia“ können Besucherinnen und Besucher am 22. März im Haus der Musik erleben – bei freiem Eintritt.
Innsbruck – Ein Werk, das im 18. Jahrhundert ganz Europa eroberte und dann von den Spielplänen verschwand, kehrt nach über 200 Jahren zurück auf die Bühne. Am 22. März 2026 wird im Haus der Musik Innsbruck Giuseppe Gazzanigas Oper „La Vendemmia“ erstmals seit 1809 wieder außerhalb Italiens aufgeführt. Die konzertante Aufführung in Kostümen bringt ein zentrales Werk der europäischen Musiktheatergeschichte zurück ins Bewusstsein.
Details zum Termin
Wann: 22. März 2026 um 17:30 Uhr
Wo: Haus der Musik Innsbruck
Solisten: Junge Solistinnen und Solisten, die sich für das Next Generation Projekt der EU qualifiziert haben
Dirigent: Leon Frantzen Malesani
Orchester: I Virtuosi Italiani (Verona)
Infos und Zählkarten unter: haus-der-musik-innsbruck.at
„La Vendemmia“ mit einem Libretto von Giovanni Bertati wurde am 15. Mai 1778 im Teatro della Pergola in Florenz uraufgeführt. Das Werk war ein unmittelbarer Publikumserfolg. Bereits 1779 folgten Aufführungen in Wien, anschließend in Barcelona, Graz, Prag und Dresden. 1784 wurde die Oper erneut in Wien gezeigt, danach in Berlin, London, Paris, Madrid und Lissabon. Bis 1809 sind zahlreiche italienische Wiederaufführungen dokumentiert.
Der außergewöhnliche Erfolg belegt die damalige europaweite Resonanz des Werks. Mit feiner Ironie, klarer musikalischer Charakterzeichnung und präzisem Gespür für theatrale Situationen verbindet Gazzaniga Komik mit gesellschaftlicher Beobachtung. Die Partitur steht exemplarisch für die Entwicklung der Opera buffa im späten 18. Jahrhundert und zeigt jene stilistische Eleganz, die den Übergang von der galanten Tradition zur klassischen Dramaturgie markiert.
Ein lebendiger Konzertabend
Die Innsbrucker Aufführung vereint junge Solistinnen und Solisten aus Verona mit dem renommierten Orchester I Virtuosi Italiani. Die musikalische Leitung übernimmt Leon Frantzen Malesani.
Die Produktion versteht sich als musikhistorische Rückgewinnung und als lebendiger Konzertabend. Die konzertante Aufführung in Kostümen legt den Fokus auf Musik und Text, ohne auf szenische Präsenz zu verzichten. Der Eintritt ist frei. (TT)