Betten statt Rosen: Hilfsverein aus Going bittet im Frauenmonat um Spenden
Für die Finalisierung eines neuen Krankenhauses im Kongo fehlen dem Verein „Zukunft für Tshumbe“ 50 Krankenbetten, zehn Babybetten und 55 Nachtkästchen. Eine Spendenaktion soll Abhilfe schaffen.
Going am Wilden Kaiser – Nicht nur im Frauenmonat März kämpft die Goingerin Manuela Erber-Telemaque für Frauen. Die Gründerin und Obfrau von „Zukunft für Tshumbe“ setzt derzeit ein großes Projekt um: In der Demokratischen Republik Kongo, einem der weltweit ärmsten Länder, baut sie mit ihrer Hilfsorganisation ein dringend benötigtes, auf Frauen- und Kindergesundheit spezialisiertes Krankenhaus. Es wird das erste gut ausgestattete Krankenhaus in Tshumbe und im Umkreis von mehreren hundert Kilometern sein.
Spenden zur Finalisierung benötigt
Trotz lokaler Herausforderungen, wie schlechter Straßen und komplizierter Logistik befindet sich der Krankenhausbau inzwischen in der finalen Phase. Um das Krankenhaus jedoch termingerecht eröffnen zu können, werden aktuell noch SpenderInnen für die Ausstattung mit Betten gesucht. Insgesamt werden noch 50 manuell verstellbare Krankenbetten zu je 500 Euro, 55 Nachtkästchen zu je120 Euro sowie zehn Babybetten zu je 220 Euro benötigt.
Die Region im Herzen der D.R. Kongo ist medizinisch stark unterversorgt. „Was die Familien, Frauen und Kinder in Tshumbe bei Krankheit und im medizinischen Notfall erleben, ist kaum vorstellbar. Die wenigen bestehenden Krankenstationen, die es im Umkreis gibt, sind einfache Lehmhütten ohne Strom und ohne grundlegende medizinische Ausstattung.
Oft können sich die Menschen vor Ort nicht einmal 50 Cent für eine medizinische Behandlung leisten. Die Verpflegung muss von den Verwandten gebracht werden. Frauen entbinden meist auf einer Holzpritsche. Die Müttersterblichkeitsrate zählt zu den vier höchsten weltweit. Mit unserem Krankenhaus-Projekt wollen wir das ändern“, schildert Erber-Telemaque.
Hilfe im Frauenmonat März
Wer das Leben von Frauen und Familien verbessern und einen Beitrag zur Ausstattung des neuen und einzigen Krankenhauses leisten möchte, findet Spendeninformationen auf der Website der Organisation.
Manuela Erber-Telemaque ist ab Juni 2026 wieder vor Ort und stellt persönlich sicher, dass jeder gespendete Euro direkt vor Ort investiert und zweckgerichtet eingesetzt wird.
Alle Betten und Nachtkästchen werden bei einem bewährten Unternehmen in der Hauptstadt Kinshasa bestellt, mit dem „Zukunft für Tshumbe“ seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Ziel der Organisation ist es nämlich auch, die lokale Wirtschaft im Kongo so weit wie möglich einzubinden und zu stärken.