Die Reichenau ist im Dauereinsatz – und der Ball rollt schon wieder
Als der FC Wacker am Freitag beim 4:0-Derbyerfolg in der Westliga gegen die Reichenau auf die Siegerstraße abbog, wurde Reichenau-Obmann Gernot Amoser emotional. „Da sieht man, was es heißt, einem Amateurteam innerhalb von sechs Tagen drei so schwere Spiele zuzumuten.“ Er wählte die Worte keinesfalls als schlechter Verlierer – „Glückwunsch an den Wacker“ –, sondern weil ihn die Rahmenbedingungen störten. Die Reichenau musste mit dem Liga-Spiel gegen Kitzbühel (Sonntag), dem Cup-Schlager in Imst (Dienstag) und dem Liga-Hit beim Wacker ein Mammutprogramm absolvieren. Dafür fehlte nicht nur Amoser das Verständnis.
Regionalliga West, 20. Runde
Dienstag: Altach Juniors – Bischofshofen 19.00 Uhr, Saalfelden – Kitzbühel 19.30 Uhr
Mittwoch: Kuchl – Hohenems 18.30 Uhr, Reichenau – Lustenau 18.30 Uhr, Dornbirn – Wacker 19.00 Uhr, Kufstein – Schwaz 19.00 Uhr, Seekirchen – Lauterach 19.00 Uhr, St. Johann – Imst 19.00 Uhr
Und auch Reichenau-Trainer Gernot Glänzer sparte nicht mit Kritik: „Ich glaube nicht, dass ein Bundesligist, der besser betreut wird, das durchstehen muss. Gott sei Dank haben wir keine Verletzung gehabt. Da frage ich mich schon, ob nicht irgendeiner Verantwortung hat, die Spieler zu schützen.“
Und es wird nicht einfacher: Bereits am Mittwoch ist die Reichenau zuhause gegen Lustenau im Einsatz, am Samstag wartet Lauterach und die Woche darauf steht in der Regionalliga am Karfreitag und Ostermontag erneut ein Doppelspieltag an. Zwei Tage später wird dann die abgebrochene Cup-Partie in Imst fertig gespielt, am Wochenende wieder Liga und im Falle des Aufstiegs wartet unter der Woche das Cup-Achtelfinale und dann wieder Liga. Die Reichenau blickt jedenfalls arbeitsreichen Wochen entgegen.