Auch ein Thema für Altbauten
Wärmepumpen können mit modernen Heizkörpern wirtschaftlich eingesetzt werden.
Wärmepumpen sind ein effizientes und umweltfreundliches Heizsystem. In der Regel können viele Wohngebäude, unabhängig von Alter, Größe oder energetischem Zustand mit einer Wärmepumpe beheizt werden. Die Ergebnisse des internationalen Projektes „IEA HPT Annex 50“, das den Einsatz von Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern untersucht hat, zeigen, dass ab einem Heizwärmebedarf von 140kWh/m² der Einsatz einer Wärmepumpe möglich ist. Der Einbau einer geeigneten Wärmepumpe ist während des Hausbaus grundsätzlich einfacher als die nachträgliche Installation in einem Bestandsgebäude. Ein Neubau kann optimal an die technischen Bedürfnisse der Heizanlage angepasst werden und meist steht mehr Platz für den Einbau zur Verfügung. Je nach Anwendung (Heizung, Kühlung und Warmwasser) und Leistung braucht die Wärmepumpe mehr oder weniger Platz. Je besser das Haus gedämmt ist, desto eher ist es für eine Wärmepumpe geeignet. Entscheidend ist, dass die Leistung der Wärmepumpe für den Bedarf des Gebäudes (Heizlast) ideal ausgelegt wird, um eine bestmögliche Funktion zu gewährleisten. Zudem sollten Installateure eine exakte Heizlastberechnung (Ermittlung des Wärmebedarfs) durchführen, damit die Größe der Wärmepumpe diesen Bedarf erfüllen kann.
Eine umfangreiche Studie des Fraunhofer Instituts hat ergeben, dass Wärmepumpen auch in Bestandsgebäuden, ohne Komplettsanierung auf einen energetischen Neubaustandard, eingesetzt werden können. Im Neubau ist die Wärmepumpe bereits etabliert, doch die technischen Anwendungsmöglichkeiten sind wesentlich vielfältiger: Auch Altbauten, sanierte Gebäude, Mehrfamilienhäuser und ganze Wohnanlagen können effizient und zuverlässig mit Wärme und Kälte versorgt werden. Doch wie effizient arbeitet eine Wärmepumpe in Bestandsgebäuden und wie kann sie bestmöglich in das Energiesystem integriert werden? Grundsätzlich können Wärmepumpen auch einen erhöhten Wärmebedarf, wie er etwa durch unzureichende Dämmung entstehen kann, decken. Die Wirksamkeit von Wärmepumpen hängt davon ab, wie groß der Unterschied zwischen der Wärmequellen- und der Zieltemperatur ist. Wärmepumpen arbeiten bei Niedrigtemperaturheizkörpern besonders effizient und eigenen sich dadurch für Wand- und Fußbodenheizungen. Wärmepumpen funktionieren aber auch in Verbindung mit bestehenden Heizkörpern. Ältere Modelle benötigen teilweise hohe Vorlauftemperaturen und können durch besser geeignete Heizkörper der gleichen Baugröße ersetzt werden.