Ohne seine Trainerin

Emotionaler Abschied auf dem Eis: Zandron läuft seine letzte WM-Kür

Letztmalig auf der internationalen Bühne: Maurizio Zandron tanz in Prag noch einmal auf dem Eis.
© gepa/Luger

Der Tiroler Eiskunstläufer Maurizio Zandron (32) beendet bei der Weltmeisterschaft dieser Tage in Prag seine Karriere. Seine Trainerin Claudia Houdek muss dabei aus der Ferne zusehen.

Prag – Es hat sich längst angebahnt und doch bleibt der letzte Auftritt etwas Spezielles: Der Tiroler Eiskunstläufer Maurizio Zandron verabschiedet sich bei der am Mittwoch in Prag beginnenden WM endgültig von der internationalen Bühne. „Die Weltmeisterschaften haben mich meine ganze Karriere begleitet. In Prag möchte ich noch einmal zeigen, wofür ich all die Jahre gestanden bin“, sagt der 32-jährige Südtiroler, der seit 2020 für Österreich startet und in Innsbruck eine zweite Heimat fand.

Schon die EM im Jänner in Sheffield war ein erster Abschied. „Das war schon sehr, sehr emotional“, beschreibt Trainerin Claudia Houdek. Aufgrund einer Verletzung kann die Innsbruckerin nun in Prag aber nicht dabei sein: „Aus der Ferne zuzusehen, ist aber vielleicht noch emotionaler.“

Ein Ciao mit dem Earth-Song

Für das endgültige Finale seiner Karriere blickt der EM-Elfte (2023) und WM-17. (2022) beim Kurzprogramm am Donnerstag noch einmal zurück – mit „Earth“ von Michael Jackson und Bezug zur Umwelt. „Es war eines seiner liebsten Programme“, sagt die Tiroler Trainerin. In der Kür wartet er mit dem Thema Frieden auf, samt dazu passender Taube.

Im Wettbewerb trifft Zandron nun auf 35 Läufer aus 27 Nationen, darunter auch der in Mailand leer ausgegangene Titelverteidiger US-Star Ilia Malinin. Mit dabei sind aus Österreich auch die Olympia-18. Olga Mikutina und Gabriella Izzo/Luc Maierhofer im Paarlauf.

Ganz vorbei wird es für Zandron danach aber nicht sein. In Innsbruck hofft man, dass neben dem Beruf als Steuerberater doch noch genug Zeit für den heimischen Nachwuchs bleibt – so wie zuletzt auch schon.

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