Warnstufe „Orange“

Land Tirol warnt vor starken Schneefällen: Lawinengefahr steigt teils auf Stufe 4

Der Winter schlägt in Tirol nochmals zu.
© Daniel Liebl

In vielen Regionen werden bis Freitag Schneefälle und Stürme erwartet. Die GeoSphere gab daher die Warnstufe „Orange“ aus und ruft zur Vorsicht auf. Auch die Lawinengefahr steigt für Teile Tirols auf Stufe 4 von 5 an.

Der Winter ist zurück in Tirol – und mit ihm eine ordentliche Menge Schnee. Von Mittwochnachmittag bis Freitagnachmittag rechnet die Geosphere Austria mit 50 bis 80 Zentimetern Neuschnee in den Bergen. Auch in Tallagen sind bis zu 40 Zentimeter möglich. Daher gibt die GeoSphere eine „orange“ Schneewarnung, also Stufe drei von vier, für die Regionen nördlich des Inntals aus.

Die Schnee-Warnkarte der Geosphere Austria für Mittwoch und Donnerstag.

Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol gibt ab Donnerstag für die Regionen Tuxer Alpen, Zillertaler Alpen, Allgäuer Alpen, Lechtaler Alpen West sowie Hohe Tauern die Lawinengefahrenstufe vier – große Lawinengefahr – aus.

In Osttirol ist zugleich mit Windspitzen von bis zu 100 km/h zu rechnen, auf den Bergen sind Orkanböen mit mehr als 120 km/h Windgeschwindigkeit möglich. Deshalb herrscht ab morgen auch dort Warnstufe drei.

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Appell zur Vorsicht

Die Kombination aus Neuschnee, starkem bis stürmischem Wind und schwachem Schneedeckenaufbau führt zudem zu einem Anstieg der Lawinengefahr. „Unabhängig von der Gefahrenstufe kann gesagt werden: Wir empfehlen Zurückhaltung abseits der gesicherten Pisten“, sagt Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst. Touren sollten sorgfältig geplant und die jeweilige Lawinengefahrenprognose unbedingt beachtet werden. „Vor allem am Samstag, wenn womöglich das Wetter besser wird und zum Fahren abseits der gesicherten Pisten einlädt.“

Die Lawinengefahr steigt durch den Schneefall teilweise wieder auf Stufe vier.
© Böhm Thomas

Auch auf der Straße ist wieder mit winterlichen Fahrverhältnissen zu rechnen, noch gilt die situative Winterreifenpflicht. Durch Windböen können zudem Äste abbrechen und Bäume umstürzen.

„Schneefälle und Wind sind in Tirol keine Seltenheit. Dennoch gilt es, die aktuelle Warnung ernst zu nehmen und Vorsicht walten zu lassen. Besonders wer im Gebirge, im Wald oder auf den Straßen unterwegs ist, sollte die Sturmböen, den Schnee und die aktuelle Lawinengefahr berücksichtigen“, appelliert Sicherheitslandesrätin Astrid Mair. (TT.com)

Handlungsempfehlungen des Landes bei Schnee und Sturm

  • Meiden Sie Wälder, Parks und Alleen.
  • Reduzieren Sie im Straßenverkehr die Geschwindigkeit, vermeiden Sie Überholmanöver und halten Sie Abstand. Achten Sie auf den verstärkten Einsatz von Schneeräumfahrzeugen.
  • Parken Sie Fahrzeuge nicht in der Nähe von Bäumen.
  • Schränken Sie Outdooraktivitäten ein.
  • Sichern Sie rechtzeitig bewegliche Gegenstände im Freien (z. B. Partyzelte, Trampoline oder Gartenmöbel), Kinderwagen können leicht umstürzen.
  • Rechnen Sie auf den Bergen mit noch erheblich höheren Sturmspitzen.
  • Rechnen Sie in Skigebieten mit eingeschränktem Liftbetrieb.
  • Rechnen Sie im Gebirge mit mäßigen bis starken Schneeverfrachtungen.
  • Planen Sie Verspätungen im Straßen-, Schienen- und Flugverkehr ein.
  • Beobachten Sie die lokale Wetterentwicklung, holen Sie Warninformationen der Behörden ein und beachten Sie deren Anweisungen.

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