So macht lernen Spaß

Vom Baum zum Brett: Schüler lernen hautnah die Wertschöpfung des Waldes

Die Schüler aus Hopfgarten und der Kelchsau erlebten einen spannenden und lehrreichen Tag des Waldes.
© Klima- und Energie-Modellregion HOHE SALVE

Den nachhaltigen Kreislauf von Holz erlebten Schüler aus Kelchsau und Hopfgarten. Sie besuchten anlässlich des Internationalen Tags des Waldes einen Wald und das Sägewerk Neuschmied in Hopfgarten. Dort lernten sie regionale Wertschöpfung und nachhaltige Forstwirtschaft kennen.

Hopfgarten im Brixental – So spannend kann Lernen sein. Rund um den internationalen „Tag des Waldes“ am 21. März machten sich Schülerinnen und Schüler der Volksschule Kelchsau und der Mittelschule Hopfgarten auf den Weg, um den nachhaltigen Kreislauf von Holz hautnah zu erleben.

Wie bleibt ein Wald gesund?

Baum ist nicht gleich Baum. Förster Manuel Pichler nahm die Kinder mit in die faszinierende Welt der Forstwirtschaft und öffnete ihnen dabei neue Blickwinkel auf das Ökosystem Wald. Er zeigte den Kindern, wie ein gesunder Wald aufgebaut ist und warum eine nachhaltige Bewirtschaftung von großer Bedeutung ist. Denn Bäume wachsen über viele Jahrzehnte hinweg, speichern CO₂ und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Erst durch eine fachgerechte Holzernte zum richtigen Zeitpunkt kann sich der Wald wieder erneuern und langfristig als funktionierendes Ökosystem erhalten bleiben.

Holz als ganzheitlicher Rohstoff

Vom Baum zum Holzprodukt. In Hopfgarten wird seit mehr als 150 Jahren Holz als Rohstoff genutzt. Im Sägewerk Neuschmied, das seit sechs Generationen Fichten, Tannen und Lärchen verarbeitet, wurde eindrucksvoll sichtbar, wie nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert. Inhaber Hansjörg Neuschmied und Betriebsleiter Franz Misslinger erklärten anschaulich, wie die angelieferten regionalen Baumstämme sortiert, geschnitten, getrocknet und schließlich zu hochwertigen Holzprodukten weiterverarbeitet werden.

Dabei bleibt nichts ungenutzt: Selbst Sägespäne und Rinde werden weiterverwendet – etwa zur Energiegewinnung oder als wichtiger Rohstoff für die Pelletsproduktion. Auf diese Weise entsteht ein geschlossener Kreislauf, in dem Ressourcen möglichst vollständig verwertet werden. Zudem bleiben Arbeitsplätze und wertvolles Know-how in der Region erhalten. Kurze Transportwege tragen darüber hinaus zum Umweltschutz bei und stärken gleichzeitig die heimische Wirtschaft.

So macht lernen Spaß

Initiiert und organisiert von der Klima- und Energieregion „Lebensraum Hohe Salve“ unter der Leitung von KEM-Manager Michael Kirchmair, wurde der Ausflug in die Welt der Forstwirtschaft für die Schüler so zu einer nachhaltigen Erfahrung, die nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch zum achtsamen Umgang mit Natur und Ressourcen anregte.

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