Gewinn gesunken

Hypo Tirol zahlt 15 Millionen an den Eigentümer Land

Die Hypo Tirol Bank will im Kernmarkt Tirol mit Digitalisierung und Kundennähe punkten.
© Rita Falk

Die landeseigene Hypo Tirol Bank startet mit einem soliden Ergebnis in ihr heuriges Jubiläumsjahr. Die Dividende bleibt trotz des erwarteten Gewinnrückgangs gleich.

Die vor 125 Jahren gegründete Hypo erzielte nach dem Rekord von 81,84 Mio. Euro im Jahr 2024 im Vorjahr ein Ergebnis vor Steuern von 63,28 Mio. Euro. Die Bilanzsumme blieb mit 7,95 Mrd. Euro konstant. Die Kernkapitalquote konnte von einem hohen Niveau aus auf 20,2 Prozent weiter erhöht werden, die Eigenmittelquote blieb mit 21,3 Prozent nahezu unverändert.

Dem Ergebnis entsprechend werde eine Dividende von 15 Mio. Euro an das Land Tirol als 100-Prozent-Eigentümer ausgeschüttet, teilt die Bank mit. Die weltweit führende Ratingagentur Standard & Poor’s habe die hervorragende Bonität und das Top-Rating der Tiroler Landesbank erneut bestätigt.

„Standort voranbringen“

„Die soliden Bilanzkennzahlen und hohen Kapitalquoten geben der Hypo Tirol die Kraft, gerade im Jubiläumsjahr die wirtschaftliche Entwicklung am Standort voranzubringen. Eine Landesbank schafft nachhaltig Werte, die dem Lebens- und Wirtschaftsraum zugutekommen und über Generationen im Land wirken“, lobt Hypo-Aufsichtsratschef Wilfried Stauder. Stabilität und Verbundenheit seien in einer Ära globaler Neuausrichtungen kein Zufallsprodukt.

Für die neue Vorstandssprecherin Claudia Höller, die auch Finanz- und Risikovorständin ist, verbinde die Hypo wirtschaftliche Substanz mit regionaler Verantwortung.„Wir verstehen das Jubiläumsjahr 2026 als Auftrag. Landesbank sein bedeutet für uns, Entwicklungen am Standort zu ermöglichen und gemeinsam weiterzuwachsen.“

Mehr Wohn-Finanzierungen

Auf gestiegene Nachfrage bei Wohnraumfinanzierungen weist Hypo-Marktvorstand Markus Hildmann hin. Im Rahmen der 2025 initiierten „WohnRaum-Perspektive Tirol“ seien über 100 Mio. Euro für private Wohnbau-Finanzierungen im Land vergeben und knapp 1500 Beratungsgespräche durchgeführt worden. Das sei eine Steigerung um 30 Prozent. Darüber hinaus wurden laut Hildmann 500 geförderte Wohneinheiten über einen Social Bond im Lebensraum Tirol finanziert.

Auch die digitale Transformation der Hypo schreite flott voran, betont Digitalisierungsvorstand Andreas Stadler. Ein besonderer Erfolg sei diesbezüglich die Auszeichnung der Tiroler Landesbank beim „Finnoscore Award“ als Top-Aufsteiger 2025.

Bewertet worden seien hier über 300 Banken in digitalen Leistungsbereichen. „So kann beispielsweise jede Tirolerin und jeder Tiroler über ein digitales Onboarding mit ID Austria von überall aus Kunde seiner/ihrer Landesbank werden, Online-Termine vereinbaren oder vielfältige Self-Service-Angebote nutzen. Dabei verbinden wir digitale Servicequalität stets mit persönlicher Kundennähe“, so Stadler.