Prevc schnappte Embacher mit Tagessieg die Führung im Skiflug-Weltcup weg
Domen Prevc hat am Freitag beim Weltcupfinale in Planica den vorletzten Einzelbewerb gewonnen. Der Slowene, der schon als Gesamtweltcupsieger feststeht, segelte auf 232,5 und 230,5 m und feierte seinen bereits 14. Saisonsieg. Daniel Tschofenig katapultierte sich dank eines 233,5-m-Fluges vom siebenten Platz noch auf das Podest, 27,9 Punkte hinter Prevc und 7,8 hinter dem zweitplatzierten Japaner Ren Nikaido. Im Skiflug-Weltcup führt Prevc nun 61 Punkte vor Stephan Embacher.
Letzterer riskierte im zweiten Durchgang viel, segelte auf 240 m hinunter und sorgte für einen ordentlichen Schreckmoment. Kurz vor der Landung riss es ihm den linken Ski wieder zum Körper, eine ordentliche Landung war nicht möglich. Der 20-jährige Tiroler fiel dabei auch auf den Kopf und überschlug sich mehrmals, konnte aber recht flott wieder aufstehen. Laut einer ersten ärztlichen Untersuchung hatte er Glück im Unglück und blieb unverletzt.
„Da hat mir das gestern mehr wehgetan“, sagte Embacher im ORF in Bezug auf eine ebenfalls schmerzhafte Landung und bedauerte die verlorenen Punkte. „Brutal schade, weil der Sprung wäre brutal viel wert gewesen. Vom Gefühl her ist unten sehr viel Druck unter dem Ski gewesen, dann ist der linke Ski etwas rausgegangen.“ Embacher, der Tages-Elfter wurde, habe dann bewusst die Hände zum Kopf gegeben. „Gott sei dank schau ich so viel MotoGP, da hab ich das gelernt“, scherzte er. Embacher möchte auf jeden Fall im Teamspringen und im Einzel am Sonntag starten. Im Kampf um den Skiflug-Weltcup hat er nun 61 Zähler Rückstand auf Überflieger Prevc. „Rechnerisch geht es noch, aber ich glaub nicht dran“, sagte der Tiroler.
Tschofenig war freilich sehr zufrieden mit seinem Podestplatz. „In Vikersund bin ich nicht einmal im zweiten Durchgang gewesen. Ganz verstehen tue ich den Sport nicht“, sagte der Kärntner. Mit Stefan Kraft auf Rang 14 und unmittelbar vor Markus Müller bietet sich das Team für Samstag aufgrund des Ergebnisses an.
Manuel Fettner, der dieses Wochenende seine Karriere beendet, und Jonas Schuster landeten ex aequo auf dem 21. Rang. „Wir waren heute gleich gut oder schlecht“, scherzte Fettner. Maximilian Ortner schaffte es als 27. ebenso noch in die Punkteränge. (APA)