Mitstudierende am MCI protestieren gegen Abschiebung von Geschwisterpaar
Joseph und Victoria Oshakuade aus Nigeria wurden in Innsbruck verhaftet und nach Wien überstellt. Die MCI-Hochschüler:innenschaft appelliert nun in einem Offenen Brief an die Vertreter der Republik.
Innsbruck – In einem Offenen Brief an die obersten Vertreter der Republik appelliert die Hochschüler:innenschaft am Management Center Innsbruck (MCI) für einen Stopp der geplanten Abschiebung eines nigerianischen Geschwisterpaars. „Schockiert haben wir vergangene Woche erfahren, dass Joseph und Victoria trotz ausgezeichneter Integration und einem vielversprechenden Bildungsweg nun nach Nigeria abgeschoben werden sollen“, heißt es in dem Brief.
Ihre Kommilitonen bitten Bundespräsident, Bundeskanzler, Innenminister und Wissenschaftsministerin eindringlich darum, den Geschwistern Oshakuade die Chance auf ein Leben und eine weitere Ausbildung in Innsbruck zu geben.
„Vor über acht Jahren sind sie aus Nigeria nach Österreich gekommen. Sie haben sich hier ausgezeichnet integriert, Freunde gefunden, engagieren sich freiwillig in der Kirche, haben maturiert und sich ein Leben in Innsbruck aufgebaut“, heißt es in dem Brief weiter. „Joseph studiert mittlerweile Business & Management mit uns am MCI , seine Schwester macht eine Ausbildung im IT-Bereich. Österreich ist ihre Heimat geworden, zu Nigeria haben sie keinen Bezug mehr.“
Verhaftet, getrennt und nach Wien überstellt
Vergangenen Mittwoch seien sie „nur mit den Kleidern, die sie an sich trugen“ verhaftet, getrennt und nach Wien überstellt worden. Dort seien sie schlussendlich zu einem Termin mit Vertretern des BFA und der nigerianischen Botschaft gebracht worden, um vermutlich ihre Abschiebung vorzubereiten.
„Wir Studierende am MCI forschen, lernen und arbeiten gemeinsam. Wir unterstützen und helfen einander. Wir bitten Sie eindringlich um Ihre dringende Unterstützung für Joseph und Victoria“, heißt es abschließend. (TT.com)