Elch sorgt für Aufsehen im tschechischen Grenzgebiet: Ist „Emil“ wieder unterwegs?
Derzeit macht ein Elch einen Ort nahe der tschechischen Grenze zu Deutschland unsicher. Dabei könnte es sich um „Emil“ handeln, der im Sommer wegen seiner Wanderung durch Österreich zum Internet-Star wurde.
Nach einer winterlichen Unterbrechung hat wieder einmal ein Elch im tschechischen Grenzgebiet zu Deutschland für Aufregung gesorgt. Das Tier sei am Wochenende im Wintersportort Zelezna Ruda gesichtet worden, berichtete die tschechische Zeitung „Denik“ am Montag. Demnach dürfte es sich um den Jungbullen „Emil“ handeln, der im vergangenen Jahr mit seiner Wanderung durch Europa – auch Ostösterreich – für Schlagzeilen gesorgt hatte.
Im vergangenen Sommer war „Emil“ wochenlang unter regem Medieninteresse zunächst durch Niederösterreich gestreift, ehe er Mitte September via Oberösterreich nach Tschechien mehr oder weniger freiwillig „auswanderte“: Der junge Bulle wurde betäubt, weil er der Westautobahn (A1) zu nahe gekommen war. Danach wurde er an den Rand des Böhmerwalds im Bezirk Rohrbach gebracht und schließlich im Nahbereich zum tschechischen Nationalpark Šumava, wo es eine Elch-Population gibt, in die Freiheit entlassen.
Hype um den Paarhufer
Bis zu seinem Abschied aus Österreich hatte seine Wanderung durch teils dicht besiedelte Gebiete für Schlagzeilen und einen regelrechten Hype in den Sozialen Medien gesorgt. Gestartet war er wahrscheinlich in Polen. Am Ende wurde „Emil“ sogar zum österreichischen „Wort des Jahres“ 2025 gewählt.
Jetzt könnte der Elch im tschechischen Zelenza den Hype wieder aufflammen lassen. „Es wäre mir im Traum nicht eingefallen, dass einmal ein Elch durch unsere Stadt laufen würde“, sagte Filip Smola, der Bürgermeister von Zelezna. Es sei „ein Erlebnis für das ganze Leben“ gewesen. Für eine Weile habe er sich allerdings Sorgen um das Tier gemacht, weil es sich entlang einer Bahnstrecke bewegt habe. Zelezna Ruda grenzt unmittelbar an die Gemeinde Bayerisch Eisenstein im niederbayerischen Landkreis Regen.
📽️ Video | Elch Emil in Tschechien
Bereits vor wenigen Tagen hatte die Bürgerinitiative „WeLoveSumava“ bei Facebook ein Video gepostet, auf dem ein Elch, wahrscheinlich „Emil“, einen Waldrand entlangwanderte. „Er möchte reisen und unser schönes Land entdecken“, schrieb ein Internetnutzer. „Man sollte seinen Aufenthaltsort nicht veröffentlichen, damit die Menschen ihn in Ruhe lassen“, meinte ein anderer. (APA/tt.com)