Kultur Österreich

Filmkritik kürt "One Battle After Another" in Österreich

Für Anderson gibt es nach den Oscars den nächsten Prestigepreis
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Österreichs Filmkritikerinnen und -kritiker haben dasselbe Mindset wie die Oscar-Academy. Die journalistischen Cinephilen kürten am Montagabend Paul Thomas Andersons Revoluzzersatire "One Battle After Another" zum besten Spielfilm des Jahres. Das Werk hatte auch bei der vergangenen Oscar-Verleihung den Titel des Besten Films für sich reklamieren können und darf sich nun auch mit dem Papiernen Gustl schmücken.

Zum 23. Mal wählten die Expertinnen und Experten aus den im Vorjahr in Österreich angelaufenen 382 Werken ihre Favoriten, die nun bei einer Zeremonie in der Wiener Innenstadt mit dem "Papierenen Gustl" bedacht wurden. Auf Platz 7 in den Top Ten kam dabei Alexander Horwaths US-Essay "Henry Fonda for President", das damit nicht nur zum besten österreichischen Werk, sondern auch zum allgemein besten Dokumentarfilm gekürt wurde. Der 61-jährige Filmemacher holte sich seine Auszeichnung dabei persönlich mit seinem Team ab.

Das heurige Gewinnertrio vervollständigte "Flow" des lettischen Filmemachers Glints Zalbolodis als bester Animationsfilm. Auch hier schwingen die rot-weiß-roten Filmkritikschreibenden im Gleichklang mit Hollywood, hatte das Werk doch im Vorjahr den Animationsoscar geholt.

Der Papierene Gustl ist eine symbolische Auszeichnung, die formal an die österreichischen Filmverleiher geht. Als Symbolfigur wurde eine Karikatur des amerikanischen Stummfilmregisseurs Malcolm St. Clair verwendet, dessen Bild auf der "Gustl-Urkunde" abgebildet ist.

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