Alaba-Comeback gegen Südkorea

Jetzt soll es dreizehn schlagen: ÖFB-Team hat neuen Rekord im Visier

Der überfällige Premierentreffer von Nici Seiwald (M.) war der letzte Höhepunkt beim 5:1 gegen Ghana. Heute will das heimstarke ÖFB-Team im Happel-Stadion gegen Südkorea nachlegen.
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Das ÖFB-Team hat heute (20.45 Uhr) im zweiten WM-Test gegen Südkorea auch einen neuen Heimspiel-Rekord im Visier. ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick sammelt am Weg zur WM-Endrunde liebend gerne erfolgreiche Eindrücke.

Das österreichische Fußballnationalteam ist unter Rangnick zu Hause seit dem 2:0-Heimsieg über Deutschland am 21. November 2023, seit zwölf Spielen also, ungeschlagen. Die letzte Niederlage vor den eigenen Fans kassierte man einen Monat davor in der EM-Quali gegen Belgien (2:3). Deswegen darf man zweieinhalb Monate vor dem Start in die WM-Endrunde zu Recht von einer Heimmacht sprechen, was zuletzt beim 5:1-Kantersieg gegen Ghana im Wiener Ernst-Happel-Stadion untermauert wurde.

Vermeintliche Unwissenheit

„Ich habe bis vor Kurzem gar nicht gewusst, dass ein Rekord möglich ist. Das steht aber nicht an erster Stelle, denn davon können wir uns nichts kaufen. Aber jetzt, wenn wir schon hier sind – und das ist immer so –, dann wollen wir natürlich gewinnen“, führte Rangnick süffisant zur gestellten Rekordfrage aus. Im Wissen, dass die signifikanten Heimerfolge im Match um die eigene Vertragsverlängerung ein weiterer von vielen Beweisen seiner bislang geleisteten Arbeit bei der rot-weiß-roten Auswahl sind.

Nach Alexander Schlager wird gegen Südkorea dieses Mal Patrick Pentz das Tor hüten. Da Genk-Legionär Tobias Lawal wegen Adduktorenproblemen fehlte, dürfte Bröndby-Keeper Pentz ein ganzes Match bekommen. Bei Bayern-Star Konrad Laimer und Leipzig-Turbo Xaver Schlager, die wie David Alaba gegen Ghana nicht zum Einsatz kamen, steht die Ampel für einen Startelf-Einsatz ebenfalls auf Grün. Das Comeback von Alaba in der Schlussphase kündigte Rangnick genauso an wie den Startplatz für Flügel Patrick Wimmer. Der 67-jährige Deutsche freut sich bei der Qual der Wahl darüber, dass dank der beiden starken Neuzugänge der Kampf ums Leiberl brennt: „Keiner wird wohl freiwillig seinen Platz hergeben. So soll und so wird es auch nicht sein.“

Südkorea mit zwei Gesichtern

Am Weg zum 13. Heimspielsieg mit historischer Bedeutung steht der ÖFB-Truppe freilich auch ein Gegner im Weg. Bei der 0:4-Niederlage gegen die Elfenbeinküste fehlte den Südkoreanern zuletzt ein gutes Resultat. Rangnick hat zwei Gesichter bei den Asiaten, die in der FIFA-Weltrangliste drei Plätze (22.) vor Österreich (25.) liegen und die elfte WM in Serie bestreiten, erkannt: „Wir gehen von ihrem besseren Gesicht aus und wollen die Spielkontrolle behalten. Wenn uns dann der 13. Sieg gelingt, habe ich nichts dagegen.“

Beim zweifachen Asienmeister stechen im Kader hinten Bayern-Profi Kim Min-jae und vorne LA-FC-Legionär Son Heung-min heraus. Wolverhampton-Stürmer Hwang Hee-chan kennt man noch aus Salzburg. Das bessere Kollektiv soll aber erneut Österreich stellen.