„Man fühlt sich bloßgestellt“: Fake-Bilder auch von Verona Pooth
Auch Verona Pooth hat erfolglos Anzeige wegen gefälschter pornografischer Bilder von sich erstattet. Das berichtet die Fernsehmoderatorin einige Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann. Wie nun ebenfalls nach außen drang, ist auch Prinzessin Elisabeth von Belgien Ziel digitaler Manipulationen geworden.
„Ich habe immer wieder Fotos zugeschickt bekommen, darunter auch pornografische Bilder, auf die mein Kopf montiert wurde“, gab die 57-Jährige bei einem Interview mit der Illustrierten Bunte bekannt. Dazu seien handgeschriebene Texte gekommen, deren Inhalt sie gar nicht wiederholen wolle.
Sie habe den Fall zur Anzeige gebracht, doch der Absender hätte nicht ermittelt werden können. „Diese Ohnmacht ist schwer auszuhalten und macht wütend und auch ängstlich“, sagte Pooth. Was sie zusätzlich überrascht habe, war dieses Gefühl von Scham. „Rational weiß man, dass man keinerlei Schuld trägt – und trotzdem fühlt man sich bloßgestellt und in seiner Würde verletzt.“
Pooth äußerte sich vor dem Hintergrund der Vorwürfe, die Schauspielerin Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat. Dabei geht es um das Erstellen und Verbreiten gefälschter pornografischer Aufnahmen. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung.
Auch Royal betroffen
Doch nicht nur deutsche Promis sind Opfer digitaler Manipulation geworden. Wie mehrere Medien berichten, verbreiten sich auf Facebook offensichtlich zahlreiche Videos von Kronprinzessin Elisabeth von Belgien. Laut Bunte wurden sie mithilfe künstlicher Intelligenz manipuliert.
Gefälschte Fotos und Clips im Netz
So soll es etwa ein gefälschtes Profil von Kronprinzessin Elisabeth mit mehr als 28.000 Followern geben. Seit Monaten werden dort Fotos und Videos der 24-Jährigen sowie weiterer Mitglieder der Königsfamilie gepostet. Die Zeitung Le Soir hatte bereits darauf hingewiesen.
Wie die Tageszeitung Het Nieuwsblad berichtet, tragen viele der häufig qualitativ minderwertigen Videos ein Meta AI-Wasserzeichen. Trotz der erkennbaren KI-Generierung und obwohl der Name der Prinzessin falsch geschrieben ist, würden die Beiträge teils Hunderte Likes bekommen.
Sexualisierte Inhalte
Besonders brisant sind einige Clips, über die unter anderem die Tageszeitung Het Laatste Nieuws berichtet: So soll ein Video die Prinzessin in knapper Kleidung zeigen – tanzend vor Gitterstäben einer Gefängniszelle. Es wurde schon mehr als 14.000 Mal angesehen und erhielt viele Likes.
Wie Bild bekanntgibt, geht der belgische Hof gegen die Fälschungen vor. Gegenüber Het Laatste Nieuws bestätigt der Palast, Kenntnis von den Bildern zu haben. Man habe „notwendige Maßnahmen“ ergriffen, um diese offline zu nehmen – offensichtlich erfolgreich. Das Social-Media-Profil soll mittlerweile nicht mehr erreichbar sein. (TT)