Österreich im Blickpunkt

VieVinum und die Kraft des Weines als Kulturgut

Die Wiener Hofburg bildet den großartigen Rahmen für die VieVinum.
© Eva Kelety

Am 16. Mai steht Österreich international im Blickpunkt. Ja, der Eurovision Song Contest lockt Millionen Zuseher vor die TV-Geräte, aber zur VieVinum werden Weinfreunde und Experten aus der ganzen Welt nach Wien in die Hofburg reisen.

Es gibt zweifellos bedeutendere Weinmessen, aber unbestritten ist die VieVienum weltweit die schönste, dafür sorgt der Rahmen in der Wiener Hofburg. Es war Gerd A. Hoffmann (†), der frühzeitig erkannte, dass die aufstrebenden Winzer eine adäquate Präsentation für ihre Weine brauchen und die Vinova dem nicht entsprach. Mit ihm wurde 1998 die erste VieVinum in der Wiener Hofburg aus der Taufe gehoben. Sie hat eingeschlagen wie eine Bombe.

An Anziehungskraft hat sie seither nichts verloren, ganz im Gegenteil. Mitverantwortlich dafür sind natürlich Österreichs Winzer, denn die Qualität ihrer Weine hat sich seit damals dramatisch verbessert. Heute gibt es viele, die im internationalen Spitzenfeld mitmischen können. Nach dem Weinskandal war das noch undenkbar. Im Terminkalender von Weinexperten hat die VieVinum, die im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet und bisher nur einmal (2020) wegen der Corona-Pandemie ausfiel, jedenfalls einen Fixplatz. Mehr als 1200 internationale Fachleute waren 2024 unter den 16.000 Besuchern.

Die Ursprünge des Weins

Rund 550 Aussteller haben sich heuer angemeldet. Vorwiegend natürlich heimische Winzer. 25 Betriebe aus Georgien werden im Rittersaal dabei sein. Georgien ist dieses Jahr Gastland. Da kann man eintauchen in die Ursprungsgeschichte des Weins. Schon vor rund 8000 Jahren wurde in Georgien Wein in Tongefäßen hergestellt. Der traditionelle Ausbau in diesen als „Quevri“ bezeichneten Amphoren hat die Jahrtausende überdauert. Er war Inspiration für Winzer rund um den Globus und Auslöser für den Orangewein- und Naturweinboom unserer Zeit. 2013 wurde die „Quevri-Methode“ von der Unesco zum „Immateriellen Kulturerbe“ erklärt.

Das Motto der VieVinum lautet „Power of Wine“. VieVinum-Organisatorin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann will vor allem in Zeiten eines herausfordernden Marktes ein klares Zeichen setzen für die Relevanz des Weins als Kulturgut, als verbindendes Element und als wirtschaftliche Kraft. Weitere Infos unter www.vievinum.at