Älteste Wohnsiedlung für Arbeiter

Hilfe bei der Suche nach leistbarem Wohnraum

Der neue Solitär steht sehr nahe am Bahndamm bzw. dem Bestandsgebäude.
© David Schreyer

Tirols älteste Arbeiterwohnsiedlung hat ein Kopfgebäude in Form eines markanten turmartigen Siebengeschoßers bekommen.

Von Edith Schlocker

Die Papst-Leo-Häuser in der Innsbrucker Kapuzinergasse sind die älteste Arbeiterwohnsiedlung Tirols. Betrieben von der Vinzenzgemeinschaft St. Jakob, die sich seit ihrer Gründung vor 175 Jahren dafür einsetzt, Bedürftigen unabhängig von Religion und Herkunft zu helfen. Nicht zuletzt bei der schwierigen Wohnungssuche. Die durch die Bebauung des kleinen Restgrundstücks neben dem Bestand mit einem turmartigen, aus vorgefertigten Betonhohlwänden gebauten Siebengeschoßer etwas erleichtert werden soll. Dessen raffiniert polygonaler Grundriss der Form des kleinen Baugrunds geschuldet ist.

Mangelware rechte Winkel

„Eine Herausforderung“ für Architekt Erich Wucherer (Giner + Wucherer). Sind rechte Winkel in dem sehr nah am Bahndamm stehenden markanten Solitär doch die Ausnahme. Was die Grundrisse der 17 von der Vinzenzgemeinschaft vergebenen Garçonnieren bzw. die der restlichen Zwei- bzw. Dreizimmerwohnungen (durch deren Vermietung die Garçonnieren sozusagen subventioniert werden) höchst reizvoll macht. Jede der Einheiten hat eine Loggia mit, je nach Lage, mäßigen bis fabelhaften Aussichten. Im Erdgeschoß ist die Tagesbetreuung von „Pro Mente“ eingerichtet.