Premiere in Linz

Im Sog von Lilli Tagger: Weitere Tiroler Teenager auf dem Sprung nach vorne

15 Jahre jung und schon Billie-Jean-King-Cup-Spielerin: Die Landeckerin Anna Pircher muss aber auslassen.
© gepa/Grebien

Hinter Lilli Tagger lauern schon die nächsten Hoffnungen für mögliche Tiroler Erfolge im Welt-Tennis: Anna Pircher oder Valentin Klaunzer etwa.

18 Jahre jung und schon ein Zugpferd. Die Osttiroler Lilly Tagger erhielt am Mittwoch als erste Spielerin eine Wildcard für das WTA-500-Turnier ab Sonntag in Linz. Und der Plan für ihre Premiere in Oberösterreich steht ebenfalls bereits fest: Kommenden Dienstag (16 Uhr, live ORF 1) wird Tagger als Nummer 108 der Welt voraussichtlich aufschlagen. Auch Julia Grabher, Österreichs Nummer eins, soll dann ihr Erstrunden-Match bestreiten.

„Als Vorbereitungsturnier für Roland Garros ist es genau richtig. Ich freue mich schon extrem und kann es kaum erwarten“, sagte Tagger in einer Aussendung. Zuletzt hatte sie auch Wildcards für die WTA-1000-Turniere von Indian Wells und Miami bekommen und dort je eine Runde gewonnen.

Auf Sand fühle ich mich ziemlich wohl und vor Heimpublikum zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Es gibt eigentlich nichts Besseres.
Lilli Tagger, Nummer 108 der Tennis-Welt

Absage für Billie-Jean-King

Hinter der Lienzerin schlagen sich aber längst die nächsten TirolerInnen durch. Anna Pircher etwa, die bereits im Vorjahr als U16-Europameisterin, noch dazu als Jahrgangsjüngere, aufgezeigt hatte. Die Landeckerin stand auch schon in Österreichs Aufgebot für den Billie-Jean-King-Cup und wäre jetzt bei der parallel zu Linz laufenden nächsten Runde wieder nominiert. Aufgrund von Rückenproblemen muss die erst 15-Jährige jetzt aber kurzfristig absagen. „Schade, aber es wird schon wieder. Ich freue mich jedenfalls schon auf die kommende Saison.“ Da hat die junge Oberländerin, die auch für den TC Schwaz Bundesliga spielen wird und nun bei Daniel Huber trainiert, ohnehin viel vor. Größtes Ziel ist, sich für den Juniorinnen-Bewerb bei einem Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren. Jene Turniere, von denen Tagger bereits eines gewonnen hat, 2025 in Paris als erste Österreicherin überhaupt. „Lilli ist zu einem echten Vorbild geworden. Mega, wie sie auch den Umstieg zum Erwachsenen-Tennis geschafft hat“, lobt die 15-Jährige die 18-Jährige.

Der Silzer Valentin Klaunzner zählt zu den Tiroler Zukunftsaktien im Tennis.
© TTV/Michael Kristen

Auch bei den Burschen tut sich was: Zuletzt holte sich der Silzer Valentin Klaunzner den österreichischen U18-Meistertitel in der Halle – und auch den Tiroler. Kurz zuvor hatte der 17-jährige Sport-BORG-Schüler beim J30-Turnier in Bad Waltersdorf seinen ersten internationalen Titel gefeiert. „Der Plan ist, heuer auch bei den Future-Turnieren im Herren-Bereich zu spielen“, sagt Andreas Moitzi, Leiter und Trainer bei Tennis Moitzi, in dessen Team arbeitet auch Markus Klaunzner, der Vater, mit dem Valentin hauptsächlich trainiert.

Dazu setzte Ende März auch der erst 16-jährige Lorenz Stadler (TC Zugvogel Schwaz) ein Ausrufezeichen: Er gewann bei den Tiroler Hallenmeisterschaften sowohl das Einzel als auch das Doppel (mit Alessandro Djukanovic).

Und die übernächsten Asse stehen auch schon bereit – unter anderem auch in den ÖTV-Kadern –, wie etwa Marta und Noah Decristoforo, Lina Jacob, Nils Randolf, Luis Bichler, Max Wille oder Jakob Kostenzer – um nur einige Namen zu nennen …

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