Christine-Nöstlinger-Preis 2026 geht an Elisabeth Steinkellner
Schreiben auf Augenhöhe: Die Autorin Elisabeth Steinkellner erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur. Ihre Bücher erscheinen auch im Tyrolia-Verlag.
Wien – Heuer wäre Christine Nöstlinger 90 Jahre alt geworden. Im Jubiläumsjahr erhält Elisabeth Steinkellner den nach der 2018 verstorbenen Autorin benannten Christine-Nöstlinger-Preis.
Die seit 2021 vergebene und mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Autorinnen und Autoren, die Kindern und anderen ungehörten Gruppen eine Stimme geben und deren Perspektiven ins Zentrum rücken.
„In der Verbindung einer sensiblen Figurenentwicklung, sprachlicher Präzision und spielerischer Offenheit steht Elisabeth Steinkellner in einer Tradition, die sich – ganz im Sinne von Christine Nöstlinger – durch Respekt gegenüber ihren Figuren und ihren Leserinnen und Lesern auszeichnet, ohne dabei in Klischees zu verfallen oder Trends folgen zu wollen. Mit der Tiefe und Vielschichtigkeit eines in zahlreichen Übersetzungen vorliegenden Werkes ist Elisabeth Steinkellner eine herausragende Stimme in der zeitgenössischen Kinder- und Jugendliteratur“, würdigte die Jury die Geehrte.
Die 1981 geborene und im südlichen Niederösterreich aufgewachsene Preisträgerin Elisabeth Steinkellner studierte Kultur- und Sozialanthropologie mit dem Schwerpunkt Gender Studies, bevor sie 2010 erstmals Lyrik und Prosa für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlichte. In ihrem bisherigen Trophäenregal finden sich bereits der Feldkircher Lyrikpreis oder der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis. Zuletzt veröffentlichte sie unter anderem das Kinderbuch „Heupferdchen Hüpf!“, das 2024 wie zahlreiche ihrer Veröffentlichungen im Tyrolia Verlag erschien.
Preisträgerin fühlt sich geehrt
Die neue Nöstlinger-Preisträgerin zeigte sich geehrt, einen Preis mit dem Namen ihres Kindheitsidols zu erhalten. Sie denke heute noch daran, „dass die Bücher, anders als alle anderen mir bekannten Kinderbücher, in 'meiner' Sprache verfasst waren, der Sprache, die ich tatsächlich gesprochen habe – allein dadurch war mir, als befände ich mich mitten im Geschehen. Dieser Alltag war mir vertraut, da fühlte ich mich aufgehoben.“
„Ihre Literatur für junge Menschen öffnet Räume der Auseinandersetzung und verbindet gesellschaftliche Themen wie Flucht, Demenz oder Genderdiversität mit einem Ton, der ernst nimmt und auf Augenhöhe bleibt, bewegt und dennoch zum Lachen bringt“, zollte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler der nun Geehrten ihren Respekt. (APA, TT)
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