Das Gespräch im Videostream

Musik begleitet sie durch ihr ganzes Leben: „Lichtblicke“ mit den Wiltener Sängerknaben

Mit ihren Gästen Florian Vorhofer (l.) und Johannes Stecher spricht Marianne Hengl auch über die Kraft der Musik.
© RollOn Austria/Andrea Lindner

In der neuen Folge ihrer Gesprächsreihe trifft Marianne Hengl den Leiter der Wiltener Sängerknaben und ein langjähriges Chormitglied.

Innsbruck – Es ist Tradition, dass die Wiltener Sängerknaben in der Fastenzeit eine Passion von Johann Sebastian Bach singen. Heuer war es die Johannespassion – ein Werk, das Chorleiter Johannes Stecher und Florian Vorhofer bewegt. „Vor allem der Schluss, der ist so traurig“, erinnert sich der erfahrene Sängerknabe an das Konzert. „Ich hab‘ geweint. Das ist etwas unglaublich Schönes, was die Knaben im Ensemble und auch der Solist gesungen haben, das hat mich wahnsinnig berührt.“

Die beiden sind zu Gast in der neuen Folge der „LICHTblicke & Wegweiser“. Mit Marianne Hengl, Obfrau von RollOn Austria, sprechen sie auch darüber, was die Wiltener Sängerknaben so besonders macht und wie Musik zur Begleiterin durch das ganze Leben wird.

📽️ Video | Marianne Hengl trifft die Wiltener Sängerknaben

36 Jahre ist es her, dass Johann Stecher die Leitung übernahm. „Das waren sehr turbulente Zeiten. Es hat sehr gekriselt und eigentlich bestand der Chor nur noch aus drei Buben“, sagt er. Die Reihen konnte er schnell füllen, „aber es hat doch zehn Jahre gedauert, bis sich das Niveau stabilisiert hat“.

Von einem strengen Auswahlverfahren für die jungen Sänger hält er aber nichts. „Die meisten sind zwischen fünf und sieben Jahre alt, wenn sie zu uns kommen. Da ist es viel wichtiger, die Kinder zu begaben, ihnen positive Rückmeldungen zu geben“, ist er überzeugt. „Sie sollen sich trauen, etwas zu sagen, zu singen und Selbstbewusstsein zu entwickeln.“ Die Begabung allein spiele nur eine untergeordnete Rolle.

Seit 15 Jahren Sängerknabe

Die Wertschätzung, die die Buben – und seit 2021 auch der Mädchenchor – bei den Wiltener Sängerknaben erfahren, hat auch Florian Vorhofer erlebt. Mit sieben Jahren hat er beim Chor angefangen und noch heute, 15 Jahre später, fährt er regelmäßig zweimal in der Woche zu den Proben.

„Das Wunderbarste ist eigentlich, wie wir Kindern die Möglichkeit geben, etwas zu erfahren, was sie zum Staunen bringt, was sie fasziniert: die Musik, die Werke, das Singen, das ihnen Freude bringt.“

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