Schmerzhafter Start in Pension

Olympiasieger verletzt sich kurz nach Karriereende schwer: „Leben hatte andere Pläne“

Johannes Rydzek beendete erst Mitte März mit einem Lächeln auf den Lippen seine erfolgreiche Karriere.
© CHRISTOFFER ANDERSEN

Vor drei Wochen beendete der zweifache Olympiasieger Johannes Rydzek am Holmenkollen in Oslo seine große Kombinierer-Karriere. Der Deutsche ließ seine Laufbahn als Achter ausklingen. Er war unter anderem siebenmal Weltmeister und gewann 18 Weltcuprennen.

Doch den Start in die Profisport-Pension hatte sich der 34-Jährige anders vorgestellt. Wie er auf Instagram bekanntgab, verletzte er sich beim Skifahren schwer: „Manchmal kommt es anders, als man denkt. Viele Pläne hatte ich nach meinem Karriereende, aber das Leben hatte wohl andere. Nachdem ich als Aktiver zum Glück von schweren Verletzungen verschont geblieben bin, hat mein Knie einen unnötigen, aber auch spektakulären Sturz im Riesenslalom nicht überstanden. Deshalb gibt’s am Mittwoch ein neues Kreuzband.“

Den gesundheitlichen Rückschlag nahm Rydzek aber „gelassen“ hin. „Daher wird das hier eine andere, aber nicht weniger spannende Reise, auf die ich euch wie bisher auch hier mitnehme. Natürlich will ich zurück auf Ski und in die Berge, aber ich bin mir sicher, das Leben hat auch so genug Schönes zu bieten.“

ÖSV-Skisprung-Ass Eva Pinkelnig konnte es nicht glauben, dass sich der Deutsche verletzte: „Nicht dein Ernst?! Jahrelang den Hochrisiko-Sport unbeschadet & unglaublich erfolgreich überstanden (= saugeile Karriere) und dann kracht es beim Hobbysport. Alles Gute für die OP und dann für die Reha!“, schrieb die Vorarlbergerin. (TT.com)