Tiroler Schauspielerin Eleonore Bürcher im Alter von 78 Jahren verstorben
Die bekannte Tiroler Schauspielerin und Nestroy-Preisträgerin starb am Montag im Alter von 78 Jahren.
Eleonore Bürcher ist tot. Die bekannte Tiroler Schauspielerin starb am Montag im Alter von 78 Jahren, gab das Tiroler Landestheater bekannt.
Nach Engagements in Deutschland und der Schweiz war die gebürtige Schweizerin von 1981 bis 2014 ständiges Ensemblemitglied des Landestheaters. Danach stand sie dem Theater weiterhin als Gast zur Verfügung.
Reaktionen:
Landeshauptmann und Kulturreferent Anton Mattle (ÖVP):
„Eleonore Bürcher wird uns als herausragende Künstlerin und als beeindruckende Persönlichkeit in Erinnerung bleiben. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Angehörigen und Freunden aus der Theater-Szene. Ihre Bühnenpräsenz, ihr feines Gespür für Rollen und ihre Fähigkeit, Geschichten lebendig werden zu lassen, begeisterten das Publikum immer wieder aufs Neue.“
Landestheater-Intendantin Irene Girkinger:
„Der Tod von Eleonore Bürcher lässt uns am Tiroler Landestheater fassungslos und unendlich traurig zurück, stand sie vor kurzem noch als Kaiser Franz Joseph I. in der Operette "Im weißen Rössl" auf unserer Bühne und wurde vom Publikum heftig beklatscht. Wir verlieren mit Eleonore Bürcher nicht nur eine großartige, feinsinnige und tiefgründige Schauspielerin, sondern eine extrem liebenswürdige, offene und aufrichtige Kollegin. Sie war eine tolle, wunderbare Frau mit starkem Willen, sie war ein großes Vorbild für mich. Unser aufrichtiges Beileid gilt ihrem Mann und der Familie. Du wirst uns sehr fehlen, liebe Nora!“
Als Anerkennung für ihre überzeugende Darstellung vielfältiger Rollen erhielt sie 2009 das Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck und wurde 2011 mit dem Nestroy-Publikumspreis geehrt. 2013 wurde ihr für ihr künstlerisches Schaffen der Tiroler Adler-Orden in Gold verliehen.
Eleonore Bürcher spielte fast alle großen Frauenrollen der Bühnenliteratur, etwa Königin Elisabeth in „Maria Stuart“, Helene Alving in „Gespenster“, Blanche in „Endstation Sehnsucht“, Ranjewskaja in „Der Kirschgarten“, Hekuba in „Die Troerinnen“ oder Medea in Grillparzers „Medea“.
Im Innsbrucker Kellertheater spielte sie unter anderem Maria Callas im Stück „Meisterklasse“. Zuletzt war sie dort 2025 im Stück „Die Diva und das Meer“ zu erleben.
Am Tiroler Landestheater gab sie zuletzt die Erzählerin in Karl Amadeus Hartmanns Kammeroper „Des Simplicius Simplicissimus Jugend“ sowie Kaiser Franz Joseph in der Operette „Im weißen Rössl“ zu erleben. Zudem stand sie in der Spielzeit 2024/25 auch in Tschaikowskis „Eugen Onegin“ auf der Bühne. (TT)
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