Chronische Erkrankung am Kehlkopf

Wieder Operation: Warum Hans Peter Doskozil auf eine bessere Stimme hoffen darf

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) leidet seit Jahren an einer chronischen Erkrankung des Kehlkopfes. Er musste bereits zehn Mal operiert werden.
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Der burgenländische Landeshauptmann bekam vor Ostern eine Stimmprothese eingesetzt. Nur eine neuerliche Entfernung der chronischen Verknöcherung am Kehlkopf schien nicht mehr zielführend. Jetzt setzt der behandelnde Arzt auf eine vollständige Genesung.

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat bei einer neuerlichen Operation am Universitätsklinikum Leipzig vor Ostern eine Stimmprothese eingesetzt bekommen. Die Maßnahme habe sein Arzt Andreas Dietz empfohlen und eröffne die Aussicht auf eine vollständige Heilung und eine verbesserte Sprechfunktion, teilte das Büro des Landeshauptmannes am Dienstag mit.

Doskozil litt an einer Verknöcherung des Kehlkopfs und wurde bereits zahlreiche Male operiert. Im Zuge einer Kontrolluntersuchung vor Ostern erfolgte kurzfristig der neuerliche Eingriff. Das Einsetzen einer Sprechprothese sei bereits länger als Option erwägt und nun notwendig geworden. Laut Dietz bedeute sie die Befreiung von der langjährigen chronischen Erkrankung und biete die Chance auf eine deutliche Verbesserung.

Landeshauptmann Doskozil wird nach einer entsprechenden Regenerations- und Trainingsphase wieder gut und voraussichtlich sogar besser sprechen können als zuvor.
Andreas Dietz, behandelnder Arzt

Zwar wäre eine weitere operative Beseitigung der Verknöcherung nach dem bisherigen Muster möglich gewesen, hätte jedoch weitere Eingriffe in kurzen Abständen erforderlich gemacht. „Der chronische Charakter der Erkrankung und die mittlerweile zehn Eingriffe haben als Gesamtbild dazu geführt, dass die Funktion des Kehlkopfes nicht mehr aufrechtzuerhalten war. Gleichzeitig wurde das Atmen zunehmend erschwert, und das Risiko weiterer, sehr kurzfristiger Operationen blieb hoch“, erklärte Dietz.

Doskozil voraussichtlich noch zehn Tage im Spital

Im Zuge der Operation seien die Atmung und die Schluckfunktion vollständig rekonstruiert und eine Stimmprothese eingesetzt worden. Es handelt sich dabei um ein kleines Ventil zwischen Luft- und Speiseröhre, das mit entsprechender Übung eine „stabile, gute Stimmbildung“ ermöglicht. Dietz geht von einer vollständigen Genesung und einer „deutlich höheren Belastbarkeit“ aus.

Der Landeshauptmann werde nun voraussichtlich noch rund zehn Tage im Krankenhaus bleiben. Danach sei eine mehrwöchige Regenerationsphase vorgesehen. Während dieser Zeit wird er von Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) vertreten. „Dem Landeshauptmann geht es den Umständen entsprechend gut, und er kommuniziert mit seinem engsten Stab bereits wieder via Handy“, hieß es aus seinem Büro. (APA)