Interreg-Projekt Mobility³

Verbindungen statt Grenzen: So wird der Reschen auch für die Öffis wieder eine Brücke

Seit Dezember 2023 ist der grenzüberschreitende Schnellbus zwischen Landeck und Mals unterwegs. 2025 zählte man 253.000 Passagiere.
© VVT

Knapp 700.000 Euro wird in den öffentlichen Verkehr zwischen Landeck und Mals im oberen Vinschgau investiert. Ab Donnerstag wird auf 27 Busverbindungen gesetzt. Die Haltestellen werden modernisiert und digitalisiert.

Landeck – Seit Dezember 2023 gibt es schon eine grenzüberschreitende Schnellbuslinie, die zwischen Landeck und Mal in Südtirol verkehrt. Und das erfolgreich, wie VVT-Chef Alexander Jug erklärt: „2024 zählten wir 215.000 Passagiere, 2025 waren es 253.000.“ Nun wird das Verkehrsprojekt Mobility³ im Rahmen eines Interreg-Projektes „weiterentwickelt und attraktiviert“, so Projektleiterin Nathalie Mathoy. Ein engerer Takt wird erstellt, der ab Donnerstag, den 9. April, gilt. Jug verspricht damit 27 Verbindungen zwischen Landeck und Nauders zwischen 5 Uhr früh und 19 Uhr.

„Eine innovative Lösung“ für „nachhaltige Mobilität“ mit digitaler Fahrgastinformation und modernen Haltestellen, stellt der Obmann von RegioL, der St. Antoner Bürgermeister Hellmut Mall, das Projekt kurz vor. Sein Amtskollege aus Mals, Josef Thurner, sieht die Einrichtung „wichtig für beide Seiten“. Er streicht hervor, dass seine Bürger schon seit dem Schnellbus rasch zum Bahn-Verkehrsknoten Landeck (in Richtung Innsbruck und Wien) kommen. Andererseits würden auch Westtiroler profitieren, die in Mals Anschluss an die Vinschger Bahn in Richtung Bozen haben. Die Bürgermeisterin von Pfunds, Melanie Zerlauth, berichtet von der Verkehrsbelastung, die durch das Projekt verringert werden kann.

Stolz wurde am Mittwoch das grenzüberschreitende Öffi-Projekt mobility³ vorgestellt.
© Alexander Paschinger

Auf zwei Jahre ist das Projekt angesetzt. Mehr als 693.000 Euro stehen bereit. Den Löwenanteil von knapp 514.000 Euro bestreitet die EU, die nationale Kofinanzierung beträgt etwas mehr als 60.000 Euro. Knapp 120.000 Euro sind von den Partnern (Gemeinden und VVT) aufzubringen. Dazu kommen sieben assoziierte und acht unterstützende Partner aus der Region. In Mals werden sechs Haltestellen errichtet, im Oberen Gericht zehn bis 13. Alle werden mit digitaler Fahrgastinformation ausgerüstet, die den Fahrplan in Echtzeit wiedergibt und in Bezug auf Baustellen täglich aktualisiert wird.

Die Pfundser Bürgermeisterin Melanie Zerlauth und Verkehrslandesrat René Zumtobel mit einem der 14 digitalen E-Papers, die an den Haltestellen Auskunft über den Fahrplan geben.
© Alexander Paschinger

Verkehrslandesrat René Zumtobel zeigt sich begeistert: „Der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr passiert nur über Angebot, Preis und Qualität.“ Das Projekt umfasse alle drei Säulen. „Und wir verbinden zwei Bahnstrecken.“ Noch etwas fügt der Landesrat in Hinblick auf das grenzüberschreitende Projekt hinzu: „Die Menschen denken in Wegen, nicht in Grenzen.“ Zumtobel sieht „Potenziale in allen Bereichen“.

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