Initialzündung für Olympia

Ultimate-Hockey-Weltpremiere in Innsbruck: Das Eis soll brennen, aber nicht schmelzen

Im Idealfall soll sich die Olympiaworld am Wochenende beim neuen Eishockey-Event so wie in diesem Bild präsentieren.
© Montage inpublic

50 Jahre nach den zweiten Olympischen Winterspielen ist Innsbruck traditionsreich und mit Alpen-Flair die erste offizielle Gastgeberstadt der „Ultimate Hockey – Breaking The Ice Tour“, hinter der der Internationale Hockeyverband (IIHF) steht. Die neue 3x3-Eishockey-Eventserie soll Initialzündung dafür sein, dass das bei den Jugend-Winterspielen 2020 und 2024 erfolgreich getestete Format 2034 tatsächlich Aufnahme ins Olympia-Programm findet.

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen mussten die Veranstalter den Turnierplan in der Olympiaworld (siehe ultimatehockey3x3.com) adaptieren, die Spiele werden vorrangig in den kühleren Morgen- und Abendstunden ausgetragen. Wer will schon, dass das Eis schmilzt?

Österreich, Deutschland, Ungarn, Niederlande, Estland und Großbritannien treten im 3-gegen-3 auf einer kleineren Spielfläche ab Freitag (Beginn: 10 Uhr) bis Sonntag (Finalspiele: 15.30 Uhr) bei buntem Rahmenprogramm mit Live-Musik, DJ-Acts, Food-Stations und in insgesamt 17 Spielen gegeneinander an, um den Sieger zu ermitteln. Deutschland stellt beispielsweise mit Tim Wohlgemuth einen DEL-Crack, der es in der abgelaufenen Saison auf 25 Scorerpunkte für die Augsburg Panthers brachte. Im Team der Niederlande läuft VSV-Spieler Guus van Nes auf.

Gespielt wird auf kleiner Eisfläche über 2 mal 12 Minuten, Schnelligkeit, permanente Action und Abschlusssituationen sollen das (neue) Publikum fesseln.

Event mit Haie-Cracks

„The Show must go on“: Hinter dem Sport muss in der Moderne ja längst ein Event stecken. Das lassen sich auch einige Cracks der Innsbrucker Haie (Lukas Bär, Marcel Witting, Thomas Mader, Elias Stöffler, Noah Kerber, Lorenz Klingler, Alexander Erlacher, Jan Lattner, Winston Frimmel, Julian Pall) nicht entgehen, die am Samstag ab 21 Uhr auf die „Ultimate Hockey Friends“ treffen. Den Haie-Kasten wird übrigens der finnische Tormanntrainer Ville Kolpanen hüten. Die gemeinsame Gaudi ist auch Teil des Programms.

Am Freitag wird ab 14 Uhr in der Olympiahalle im Rahmen der Konferenz „Sport Values Summit“ auch mit viel Prominenz (u. a. Toni Innauer, Felix Gottwald, Matthias Berthold) über die gesellschaftliche Bedeutung des Sports diskutiert. Denn auch diese Spiele gehen weit über den Kampf um den Puck hinaus.