Särge aufgebrochen

Makaberes Verbrechen: Grabschänder stahlen Goldzähne von Toten

Die Täter verschoben Grabplatten und schnitten bzw. brachen darin befindliche Särge auf. (Symbolbild)
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Unbekannte haben mehrere Gräber geöffnet und offenbar Goldzähne von Toten gestohlen. Die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe und bittet die Bevölkerung dringend um Mithilfe.

St. Pölten – Makabere Verbrechensserie in Niederösterreich: Unbekannte Täter haben seit April auf mehreren Friedhöfen Grüfte und Gräber geöffnet. Die Ermittler vermuten, dass es die Kriminellen auf die Goldzähne der Verstorbenen abgesehen haben. Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe.

Die Täter gehen brutal vor: Sie verschieben schwere Grabplatten, brechen oder schneiden Särge auf und machen sich an den Leichen zu schaffen. Bei mehreren Verstorbenen wurden fehlende Zähne oder herausgebrochene Kieferteile festgestellt, was die Ermittler zum schaurigen Verdacht führt, dass die Täter gezielt nach Zahngold suchen.

Die Verbrechensserie zieht sich über mehrere Friedhöfe im Bundesland, ohne dass die betroffenen Gräber einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden können.

Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe

Obwohl der Verdacht des Diebstahls naheliegt, gestalten sich die Ermittlungen schwierig. Rechtlich wird derzeit nur wegen Störung der Totenruhe ermittelt. Der Grund: Ein Diebstahl konnte bisher nicht nachgewiesen werden, da viele Hinterbliebene verständlicherweise nicht wissen, ob die Verstorbenen tatsächlich Goldimplantate besaßen oder ob sich andere Wertgegenstände in den Särgen befanden.

Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Die Landespolizei Niederösterreich hat am Donnerstag einen Zeugenaufruf gestartet: Wer im Bereich von Friedhöfen zurückliegend ortsunübliche Fahrzeuge oder Personen bemerkt oder andere verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, möge sich melden.

Hinweise sind an jede Polizeidienststelle in Niederösterreich oder an das Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059 133 30-3333 erbeten. Wer künftig derartige Beobachtungen macht, solle gleich den Notruf 133 wählen. (TT.com, APA)