Erstmals Top 100

Wer ist der Liebling von Linz? Tagger im Viertelfinale gegen Neo-Österreicherin Potapova

Die Tirolerin Lilli Tagger (l.) und Anastasia Potapova spielten bereits im Doppel von Linz eine Runde Seite an Seite.
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In einem packenden Achtelfinale besiegt die Tirolerin Lilli Tagger die Russin Liudmila Samsonowa in Linz mit 6:2, 7:6 (11) und trifft nun auf Anastasia Potapova.

Linz ‒ Die Tirolerin Lilli Tagger verzaubert Linz auf ein Neues: Die 18-Jährige setzte sich am Donnerstag in einem spannenden Achtelfinale mit 6:2, 7:6 (11) gegen die Russin Liudmila Samsonowa durch. Damit steht Tagger bei den Upper Austria Ladies im Viertelfinale und verbessert sich erstmals in die Top 100 der Weltrangliste. Auch bei den French Open sollte die mit einer Wildcard ausgestattete Lienzerin nun ihren Fixplatz im Hauptfeld sicher haben.

Im Viertelfinale kommt es nun zum Duell zweier Publikumslieblinge von Linz. Die gebürtige Russin Anastasia Potapova, die seit wenigen Monaten für Österreich spielt, besiegte am Abend die deutsche Qualifikantin Tamara Korpatsch mit 6:2, 6:1 und trifft damit auf Tagger. Die beiden standen bereits im Doppel Seite an Seite auf dem Sandplatz von Linz und verloren ihre Erstrunden-Partie trotz Matchball nur knapp.

„Ich habe noch nie gegen sie gespielt und werde mir das Match am Abend noch ansehen“, blickte Tagger nach ihrem Spiel auf das mögliche Duell mit Potapova voraus. Die 25-Jährige gewann 2023 noch für Russland das WTA-Turnier in Linz.

Bisher hatten beide Spielerinnen bei den Upper Austria Ladies das Publikum begeistert. Die Frage nach dem Liebling der Fans dürfte sich dennoch wohl nur bedingt stellen, konnte Tagger doch zahlreiche Herzen der Anhänger für sich gewinnen.

Tagger im Achtelfinale nervenstark

Nach einer Führung mit 6:2, 4:2 kam Tagger in ihrem Achtelfinale gegen Samsonova, aktuell 21. im WTA-Ranking, wieder zurück ins Spiel. Doch Tagger konnte gleich acht Satzbälle abwehren und nutzte ihren vierten Matchball zum Aufstieg ins Viertelfinale.

„Die Tickets müssen sich auszahlen, oder?“, antwortete die bestens gelaunte Tiroler grinsend auf die Frage, wieso sie es den so spannend gemacht habe, „Das nächste Mal werde ich mich bemühen, dass es nicht so spannend wird. Meine Familie dreht sonst noch durch.“ Und Tagger richtete ihren Dank sogleich an das Publikunm, das mit 2500 Zuschauern besetzte Linzer Design Center war erneut ausverkauft: „Ohne euch hätte ich das nicht so gut gelöst, danke. Es war eines meiner schwierigsten Matches bisher.“

Im Viertelfinale wartet am Freitag entweder ein Österreicherinnen-Duell mit Anastasia Potapova oder die deutsche Qualifkantin Tamara Korpatsch.