Golfstar McIlroy erneut Masters-Champion - Straka 41.
Golfstar Rory McIlroy hat zum zweiten Mal das Masters in Augusta/Georgia gewonnen. Der Nordire siegte am Sonntag (Ortszeit) mit einem Schlag Vorsprung auf den Weltranglistenersten Scottie Scheffler aus den USA. McIlroy verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr mit Erfolg, als er nach vielen Anläufen erstmals beim legendären Major im Augusta National GC triumphierte. Sepp Straka landete nach einem misslungenen Schlusstag auf Rang 41.
McIlroy hatte zur Masters-Halbzeit mit sechs Schlägen Vorsprung geführt, kam dann aber noch ins Zittern. "Ich bin überglücklich, dass ich es zu Ende gebracht habe. Es wäre eine äußerst bittere Pille zu schlucken gewesen, wenn ich es nach einer Führung von sechs Schlägen nicht als Erster über die Ziellinie geschafft hätte. Ich kann es einfach nicht fassen, dass ich 17 Jahre auf das Grüne Jackett gewartet habe und jetzt gleich zwei hintereinander bekomme."
McIlroy war zusammen mit US-Profi Cameron Young in Führung liegend in den Schlusstag gegangen und verlor diese zunächst durch ein Doppelbogey und ein Bogey auf den Bahnen 4 und 6. Der 36-Jährige kämpfte sich aber Schlag um Schlag wieder an die Spitze und gab diese nicht mehr her - auch wenn er es am Schlussloch noch einmal spannend machte. "Als ich vom 18. Abschlag losging und nicht wusste, wo mein Ball ist, war das wohl der stressigste Moment. Er hätte überall hinfliegen können. Er hätte überall sein können", sagte McIlroy. "Ich mache es mir eben nie leicht." Nach dem Sieg platzten die Emotionen aus ihm heraus.
Scheffler, Sieger des Turniers in den Jahren 2022 und 2024, war trotz dem knappen Verpassen des Siegs zufrieden. "Die Major-Turniere holen das Beste aus mir heraus", sagte Scheffler. "Ich hatte eine gute Woche. Ein paar Schläge würde ich gerne ungeschehen machen, aber insgesamt habe ich mich gut geschlagen." Der zweifache Familienvater war nach der zweiten Runde lediglich 24. gewesen, ehe er eine Aufholjagd startete. McIlroy reichte eine 71er-Runde sowie gesamt 12 unter Par, um erneut die Clubhaus-Trophäe in die Höhe zu stemmen. Für seinen sechsten Majorsieg strich er 4,5 Millionen Dollar (3,84 Mio. Euro) Preisgeld ein.
Erst im Vorjahr hatte McIlroy seine lange Durststrecke an der Magnolia Lane beendet und mit dem Sieg den Karriere-Grand-Slam komplettiert. Mit der Titelverteidigung beim Masters Tournament stieg er in einen elitären Kreis auf: Bisher war dies nur den Golflegenden Jack Nicklaus (1965/66), Nick Faldo (1989/90) und Tiger Woods (2001/02) gelungen. Scheffler verbesserte sich am Sonntag mit einer 68 noch von sieben auf zwei, während sich Young, die Engländer Justin Rose und Tyrrell Hatton sowie Russell Henley aus den USA den dritten Platz teilten.
Für Straka ist das erste Major des Jahres unterdessen nicht nach Wunsch zu Ende gegangen. Der 32-jährige Wiener verzeichnete eine 76er-Schlussrunde und fiel dadurch auf Rang 41 zurück. Mit insgesamt 290 Schlägen (2 über Par) blieb der zweifache Ryder-Cup-Champion auch bei seinem fünften Antreten im Augusta National GC knapp über Platzstandard (288). Österreichs Golf-Aushängeschild durfte sich immerhin noch mit knapp 83.000 Dollar (rund 71.000 Euro) Preisgeld trösten.
Ungenauigkeiten im Spiel des ÖGV-Asses führten am Schlusstag zu gleich sechs Bogeys, nur auf den Bahnen 7 und 15 gelang Straka jeweils ein Birdie. Mit seiner schwächsten Runde in dieser Woche büßte er noch ein Dutzend Plätze in der Endabrechnung ein und kam daher auch nicht in die Nähe seines bisher besten Masters-Ergebnisses. Vor zwei Jahren war Straka im Golf-Heiligtum geteilter 16. geworden. In der Weltrangliste behielt er seinen 13. Platz, ebenso wie Scheffler vor McIlroy und Young die Plätze eins bis drei.